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Hamburg schickt Berliner G20-Polizisten heim – weil sie zu hart gefeiert haben

27.06.2017, 12:52 · Aktualisiert: 27.06.2017, 14:15

Am 7. und 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt – Staats- und Regierungschefs aus aller Welt kommen zu einer Tagung zusammen und beraten, wie die Welt besser werden kann. Sie sind nicht die einzigen. Tausende G20-Gegner werden ebenfalls erwartet. Sie haben Aktionen und Demos geplant, um die Welt besser zu machen.

Weil unter den Demonstranten auch gewaltbereite Aktivisten erwartet werden, wird Hamburg schon seit Wochen auf G20 vorbereitet. Und aus allen Bundesländern reisen Polizisten zur Unterstützung an, um die Welt während G20 ein bisschen sicherer zu machen.

Nur einige Berliner Polizisten dürfen nun nicht mehr dabei sein – weil sie sich nicht benehmen konnten.

Die 14., die 15. sowie die 32. Einsatzhundertschaft waren seit Sonntag in Hamburg im Einsatz. Zur Vorbereitung sollten sie die Stadt kennenlernen und am kommenden Mittwoch zurück nach Berlin verlegt werden.

Doch die Einsatzleiter in Hamburg schicken sie zwei Tage früher zurück, am Montagabend sollen die Berliner ihre Koffer packen. Das bestätigte am Montag ein Hamburger Polizeisprecher (SPIEGEL ONLINE).

Der Grund: Die Kollegen haben sich zu Berlin verhalten.

Gemeinsam mit Hundertschaften aus anderen Bundesländern waren sie in einem Containerdorf in Hamburg untergebracht. Dort passierte dann das:

  • Ein Polizisten-Pärchen soll in der Öffentlichkeit Sex gehabt haben.
  • Beamte sollen an einen Zaun uriniert haben.
  • Außerdem gibt es Beschwerden über Partykrach und Sachbeschädigung.
  • Eine Beamtin soll nur mit Bademantel und einer Waffe auf einem Tisch getanzt haben.

Angezeigt wurde das Fehlverhalten nach SPIEGEL-Informationen von Kollegen aus Nordrhein-Westfalen. Die Berliner Polizei bestätigt die Vorwürfe:

Die Berliner Beamten haben aber auch eine Entschuldigung: Langweile

Aus den betroffenen Einsatzhundertschaften heißt es laut "bz", dass es "keine Fernseher, kein Freizeitangebot" gegeben habe. Man habe zwischen den Einsätzen "aufeinander gehockt" und sich "gelangweilt".


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Martin Schulz will noch diese Woche die Abstimmung über die "Ehe für alle"

27.06.2017, 12:50

Die "Ehe für alle" hat es zum Wahlkampfthema Nummer eins geschafft. Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz überbieten sich gegenseitig, um Wählerstimmen abzugreifen.

Was ist passiert?

Am Montagabend wurde bekannt, dass Merkel ihre Haltung geändert hat und die "Ehe für alle" nun nicht mehr ausschließt. Im CDU-Vorstand (Abendblatt) und in einem Interview mit der "Brigitte" (dpa) plädierte Merkel für eine "Gewissensentscheidung". 

Das bedeutet, dass sich die Abgeordneten im Bundestag bei einer Abstimmung nicht wie sonst üblich an die Linie ihrer Fraktion halten müssen – also auch ruhig für die "Ehe für alle" sein dürfen.