Bild: Christian Ohde / Imago

13.07.2018, 16:47

Thank God It's Friday! Oder?

Eigentlich sind die meisten Menschen froh, wenn Freitag ist. Nur noch wenige Stunden, dann ist die Arbeitswoche vorbei (zumindest für die meisten), das Wochenende steht vor der Tür, die Vorfreude wächst.

Es sei denn, der Freitag auf einen 13. Dann heißt es plötzlich: Ein Pechtag steht bevor. Aber warum überhaupt?

Der Freitag an sich ist ein verfluchter Tag.

Zumindest, wenn man der Bibel glaubt.

  • Angeblich haben Adam und Eva an einem Freitag von der verbotenen Frucht gekostet.
  • An einem Freitag, an Karfreitag um genau zu sein, musste Jesus Christus seine Folter erleiden und wurde ans Kreuz genagelt.

Daher hatte der Freitag schon sehr früh einen schlechten Ruf. (MDR)

Und dann ist da auch noch die Zahl 13!

Die Zahl 13 ist noch schlimmer als der Freitag! Aus unterschiedlichen Gründen:

  • Sie ist einfach nicht die Zwölf: In der Bibel gibt es zwölf Apostel, zwölf Monate hat das Jahr, es gibt zwölf Tierkreiszeichen... Die 13 überschreitet diese bedeutungsvolle Zahl, das geschlossene Zwölfersystem.
  • Judas, der Mann, der der Bibel zufolge Jesus Christus verriet, war der 13. Anwesende beim letzten Abendmahl. (RP online)
  • Im Tarot ist die 13 dem Tod zugeordnet.

Die 13 wird auch "das Dutzend des Teufels" genannt. Und sie ist tatsächlich die am seltenste gezogene Zahl im Lotto – zumindest bei den Samstagszahlen. (Lottozahlen Statistiken)

Dieser Glaube, dass die 13 Pech bringt, geht so weit, dass in vielen Gebäuden, vor allem in den USA, das 13. Stockwerk fehlt oder im Flugzeug auf die zwölfte Sitzreihe die 14. folgt.

Mit "Triskaidekaphobie" gibt es sogar einen Namen für die Angst vor der Zahl 13. Menschen mit dieser Angst vermeiden alles, was mit der Zahl zu tun hat.

Und dann treffen Freitag und die Zahl 13 auch noch aufeinander.

Kein Wunder also, dass Freitag, der 13. als Pechtag gilt. Die Angst vor dieser Kombination aus Wochentag und Zahl heißt übrigens "Paraskavedekatriaphobie". Bei dieser Phobie denkt der oder die Betroffene, dass das eigene Leben davon beeinflusst wird.

Zum Glück ist sie kaum verbreitet. Das stellt Borwin Bandelow, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen, gegenüber SPIEGEL ONLINE klar.

Trotzdem sorgt das Datum immer wieder für Aufmerksamkeit. "Ein bisschen Bammel vor 'Freitag, dem 13.'" hält auch Bandelow für sehr verbreitet.

"Und es kann natürlich sein, dass einem gerade, weil man sich fürchtet, Unangenehmes widerfährt: Man ist verspannt, unsicher und unachtsam, man macht Fehler."

Oder man schenkt ihm einfach mehr Aufmerksamkeit? Denn statistisch gesehen geschehen an einem Freitag, den 13. nicht mehr oder weniger Unglücke als an anderen Tagen. Das sagen zumindest unterschiedliche Versicherungen, denen am Freitag, den 13. nicht mehr Unglücksfälle gemeldet werden als sonst. (IWW, Versicherungswirtschaft heute)

Freitag, der 13. ist übrigens nicht überall ein Pechtag.

In Italien zum Beispiel gilt die 17 als Unglückszahl und als Unglückstag gilt ein Freitag, der 17.

In spanischsprachigen Ländern und in Griechenland ist es Dienstag, der 13.

Für Bandelow noch ein Hinweis darauf, dass nichts an dem Aberglaube dran ist: "Die Zuordnung ist also vollkommen willkürlich." (SPIEGEL ONLINE)


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Co-Pilot raucht im Cockpit – Flugzeug sackt mehr als 7000 Meter ab

13.07.2018, 15:48 · Aktualisiert: 14.07.2018, 10:09

2 Fragen, 2 Antworten

Ein Co-Pilot raucht im Cockpit in Ruhe seine E-Zigarette, drückt auf den falschen Knopf und leitet so versehentlich den Sinkflug ein. Was nach einer Szene aus einem ziemlich schlechten Horrorfilm klingt, wurde für 153 Passagierinnen und Passagiere aus China zur Realität.