Bild: dpa/Sebastian Kahnert

07.03.2018, 15:10 · Aktualisiert: 07.03.2018, 15:12

Die Mitglieder hatten Anschläge auf Flüchtlingsheime verübt.

Vor zwei Jahren ist in Sachsen eine rechtsextreme Terrorgruppe aufgeflogen. Die "Gruppe Freital" wurde verdächtigt, Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner durchgeführt zu haben. Die Polizei verhaftete die Mitglieder im April 2016 (bento).

Nun hat ein Gericht über den Fall entschieden – und die Terroristen zu langen Haftstrafen verurteilt.

Das Oberlandesgericht Dresden sprach demnach alle Angeklagten der Bildung einer terroristischen Vereinigung schuldig. Insgesamt sieben Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren wurden verurteilt. Als "Gruppe Freital" haben sie im Jahr 2015 insgesamt fünf Sprengstoffanschläge in Freital und Dresden verübt. (Süddeutsche Zeitung)

Die Rechtsextremen erhalten Haftstrafen zwischen vier und zehn Jahren. Am längsten müssen die Rädelsführer der "Gruppe Freital" einsitzen – Timo S. und Patrick F. Sie sind der Bildung der Terrorgruppe und versuchten Mordes schuldig gesprochen worden.

Die Angeklagten hatten sich Anfang 2015 bei Demonstrationen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Freital kennengelernt.

  • Die Anschläge verübten sie in wechselnder Gruppierung, nicht immer waren alle anwesend.
  • Den Auftakt bildete ein Sprengstoffanschlag auf das Auto des Freitaler Linke-Stadtrats Michael Richter.
  • Später zündeten sie selbstgebastelte Sprengsätze an zwei Flüchtlingsunterkünften.
  • Außerdem überfiel die Gruppe gemeinsam mit Mitgliedern der rechtsextremen "Freien Kameradschaft Dresden" ein alternatives Wohnprojekt von Flüchtlingsunterstützern in Dresden.

Die Täter hatten die Anschläge selbst zugegeben.

Ihre Verteidiger wollten jedoch verhindern, dass das Gericht die "Gruppe Freital" als Terrorgruppe einstuft – und hatten deutlich geringere Strafen gefordert.

Warum kann man bei der "Gruppe Freital" von Terror sprechen?

Terrororganisationen haben sehr unterschiedliche Ziele, trotzdem gibt es einige Gemeinsamkeiten, die auch auf die "Gruppe Freital" zutreffen. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung zeichnet sich eine terroristische Gruppe zum Beispiel dadurch aus, dass sie:

  • nicht staatlich legitimiert ist;
  • politische, ideologische oder religiöse Motive und zudem längerfristige Ziele hat;
  • primär physische Gewalt anwendet (Geiselnahmen, Attentate, Morde), auch wenn psychische Wirkungen beabsichtigt sind;
  • Angst und Schrecken verbreitet;
  • auf gesellschaftliche Verhältnisse aufmerksam machen, Meinungen und Handlungen beeinflussen oder zu Umstürzen beitragen will;
  • einen von ihr selbst definierten Feind hat.

Style

Typ baut sich riesiges Bällebad – aus Bierdosen

07.03.2018, 13:31 · Aktualisiert: 07.03.2018, 15:42

Eine der einfachen Freuden im Leben ist es, mal wieder Kind zu sein. Also mal wieder auf die Schaukel setzen, die Rutsche erobern, ins Bällebad springen. Das Ärgerliche: Meist sind echte Kinder anwesend. Dann ist es irgendwie creepy, als Erwachsener in einen Haufen Bälle zu springen und die Party zu crashen.

Ein Typ in Australien hat sich nun einfach eine Erwachsenenversion eines Bällebads gebaut – mit Bierdosen.

Der YouTuber Tammy Penhall hat mehrere Videos hochgeladen, die das Bierbad zeigen.