Bild: epa/ Cristobal Herrera

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Trump ist seit einem Monat offiziell Kandidat – seitdem gehts abwärts

18.08.2016, 17:49

Schlecht für ihn, gut für die USA

Wie, Donald Trumps Umfragewerte sinken? Das kann doch nicht sein, findet sein Berater. Vielleicht will er es auch einfach nicht wahr haben. Als eine CNN-Reporterin ihn auf die schlechten Prognosen anspricht, sagt er nur: "Wer behauptet das?"

Wenn man den Umfragewerten doch Glauben schenken mag, sieht es derzeit schlecht aus für Trump: Direkt nach seiner Nominierung als Präsidentschaftskandidat vor einem Monat lag er noch vor seiner Konkurrentin Hillary Clinton. 45,7 Prozent der Befragten hätten am 27. Juli für den Republikaner gestimmt, 44,6 für die Demokratin.

Aktuell hingegen liegt Clinton deutlich vorn: Am Mittwoch lag sie bei 47,2, Trump bei 41,2 Prozent. Der Abwärtstrend hat dazu geführt, dass Trump 82 Tage vor der Wahl sein Wahlkampfteam umbauen will. Auch wenn er den Grund dafür wahrscheinlich bestreiten würde. Stephen Bannon von der konservativen Nachrichtenseite "Breitbart News" soll als neuer Chef von Trump Kampagne den Trend umkehren. (SPIEGEL ONLINE)

Das könnte schwer werden. Sah es zunächst so aus, als könne Trump einfach jeden Tag immer neuen Unsinn erzählen, zweifeln nun doch ein paar mehr potentielle Wähler an seiner Eignung zum Präsidenten. Die vergangenen Wochen dürften dazu beigetragen haben:

Trumps größte Fehltritte seit seiner Nominierung

1. Trump vs. Familie Khan

  • Auf dem Parteitag der Demokraten, auf dem Hillary Clinton offiziell zur Präsidentschaftskandidatin gekürt wurde, trat Khizr Khan zusammen mit seiner Frau Ghazala auf. Die beiden gebürtigen Pakistaner waren 1970 in die USA geflohen. Ihr Sohn ging später als US-Soldat in den Irak und kam dort bei einem Selbstmordanschlag ums Leben. Khizr Khan warf Trump vor, das Land zu spalten. Trump erkenne die wahre Vielfalt der Gesellschaft nicht.
  • Trump unterstellte den Khans daraufhin, von Clintons Wahlkampfteam instrumentalisiert zu sein: "Who wrote that? Did Hillary's script writers write it?" Außerdem wetterte er gegen Ghazala Khan: Als Muslimin sei es ihr nicht erlaubt zu sprechen. Daher habe sie bei der Rede wohl schweigsam neben ihrem Mann gestanden.

2. Trump und eine doppeldeutige Aussage

  • Der sogenannte zweite Verfassungszusatz in den USA besagt: Die Regierung in Washington darf das Recht auf den Besitz und das Tragen von Waffen nicht einschränken. Vor wenigen Tagen sprach Trump über eben diesen Zusatz – und fabulierte über Schüsse auf Hillary Clinton. Seine zweideutige Aussage:
"Hillary will den zweiten Verfassungszusatz abschaffen, wirklich abschaffen. Übrigens, falls sie es schafft auszuwählen (Buhrufe) Falls sie es schafft, ihre Richter auszuwählen, kann man nichts dagegen machen, Leute. Obwohl: Es gibt die Zweite-Verfassungszusatz-Leute, vielleicht ist es das. Ich weiß nicht."

3. Trumps Nähe zu Putin

  • Dass Trump eine hohe Meinung vom russischen Präsidenten Wladimir Putin hat, ist bekannt. Aber dass er Russland auch noch öffentlich dazu auffordert, sich in den US-Wahlkampf einzumischen, überraschte dann doch.
  • In dem konkreten Fall ging es um 20.000 interne E-Mails der US-Demokraten, die von Wikileaks veröffentlicht worden waren. Sie zeigen, dass die Partei im Vorwahlkampf Clintons Konkurrenten Bernie Sanders sabotiert hat. Die Kritik an Hillarys Team spielt Trump natürlich in die Hände.
"Russia, if you're listening, I hope you're able to find the 30.000 emails (from Hillary Clintons private server) that are missing. I think you will probably be rewarded mightily by your press."

Die aktuellen Umfragewerte zeigen zwar, dass die Sympathie für Trump abnimmt. Die Frage ist, ob er bis zur Wahl am 8. November auf seinem aggressiven Kurs beharrt, oder die Wähler mit wirklichen politischen Inhalten gewinnen will. Bislang sieht es nicht danach aus.

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Chemtrails, Elvis, Mondlandung: Wie anfällig bist du für Verschwörungstheorien?

18.08.2016, 17:47 · Aktualisiert: 07.04.2017, 12:09

Erkennst du die versteckten Zeichen?

Die Regierung mischt Gift in unser Trinkwasser, Außerirdische haben die Pyramiden gebaut und der "Islamische Staat" ist nur eine Erfindung der Mainstream-Medien. Klar soweit?

Dann bist du ja bestens für unser Verschwörungs-Quiz gewappnet: