Bild: Screenshot Facebookseite "Die PARTEI"

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Feindliche Übernahme: Die Partei kapert 30 AfD-Facebook-Gruppen

03.09.2017, 15:11 · Aktualisiert: 04.09.2017, 08:18

Es ist eine feindliche Übernahme: Die Satire-Partei "Die Partei" hat in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben 30 geheime Facebook-Gruppen der rechten Partei AfD gekapert.

Etwa 180.000 Mitglieder sollen die Gruppen haben, die bisher Namen wie "Freunde von Björn Höcke" oder "Die Patrioten" trugen. Nach der feindlichen Übernahme wurden die Namen und Titelbilder gegen "Partei"-Werbung und Wortspiele ("DIE PARTEIOTEN") ausgetauscht.

In einem Video mit dem Titel "Die Machtübernahme" stellt Satiriker Shahak Shapira die Aktion vor:

Die MACHTÜBERNAHME

Die PARTEI hat die Kontrolle über 31 geheime AfD-Facebook-Gruppen mit 180.000 Mitgliedern. Diese Botschaft bekommen sie jetzt zu sehen:

Posted by Shahak Shapira on Sunday, September 3, 2017

In dem Clip erklärt Shapira den Gruppenmitgliedern, wie die Social-Media-Strategie der AfD funktioniert: Besonders Männer zwischen 40 und 50 Jahren würden gezielt in diese Gruppen eingeladen, Männer, die sich mit den sozialen Medien nicht so gut auskennen. Einmal Mitglied, bekämen sie fortan immer mehr Freundschaftsanfragen von rechten Profilen – die Gruppen funktionieren wie ein Verteiler.

Das Gemeine daran: Diese Freundschaftsanfragen kämen nicht von echten Menschen, sondern Bots, die automatisiert tausende Menschen adden, sie dann in noch mehr Gruppen einladen und in all diesen Gruppen automatisiert Inhalte posten.

Verstehen Sie? Sie werden von Robotern verarscht, wie in der Matrix.
Shahak Shapira

In den Timelines der Betroffenen würde fortan nur noch "AfD-Werbung, Fake News und Hetze" gespült, erklärt Shapira. Nach der Gründung der Gruppen würden die Bots die Leitung allerdings an echte Menschen abgeben, um einer Löschung durch Facebook vorzubeugen: Administriert und moderiert würden alle 30 Gruppen immer von den selben zwei real existierenden AfD-Mitgliedern.

Nach eigenen Angaben sei die Aktion bereits vor 11 Monaten gestartet worden. Wie "Die Partei" die Gruppen übernehmen konnte, wird in dem Video allerdings nicht erklärt. Eine anonyme Nutzerin namens Störenfrieda erklärt allerdings im "Hamburger Abendblatt", dass die Adminrechte nach vielen Monaten der Mitgliedschaft in den Gruppen freiwillig übertragen wurden. Dafür hatten die Partei-Mitglieder immer wieder als überzeugte AfD-Verfechter auftreten müssen.

"Die Partei", die eigentlich als reines Satire-Projekt von Mitgliedern des Magazins "Titanic" gegründet wurde, möchte im kommenden Bundestagswahlkampf vor allem Protest- und Nichtwähler motivieren, das Kreuz bei ihnen zu setzen. Denn dadurch würden prozentual weniger Stimmen an rechte und rechtspopulistische Parteien abwandern. (bento)

​Darf man "Die Partei" auch doof finden? Unsere Autorin findet zumindest: JA!


Fühlen

Kleidergrößen sind kompletter Blödsinn – diese Instagrammerin zeigt warum

03.09.2017, 14:46

Es macht einfach keinen Spaß, eine neue Hose zu kaufen. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Marken ihre ganz eigene Vorstellung von einer Kleidergröße 36 oder 42 haben. 

Wer also nicht seit Jahren das exakt gleiche Modell einer Marke kauft, muss sich mitunter durch sehr viele Hosen und sehr viele Größen probieren, bis etwas passendes dabei ist. 

Das Problem hatte auch die Instagrammerin Vanezia Blum. Unter ein Foto auf ihrem Account scheibt sie: "Hosen kaufen war früher immer eine Qual für mich - ich habe mich regelrecht davor gesträubt. In meinem Schrank lagen Hosen von Größe 36-44."

Dazu postet sie ein Foto, das sie mit zwei Hosen der Größe 38 zeigt. Was darauf außerdem zu erkennen ist: In beiden Hosen sieht Vanezia vollkommen unterschiedlich aus – obwohl es angeblich die gleiche Hosengröße ist. Nur eben von einer anderen Marke.