Today

Chicago verklagt die Trump-Regierung wegen ihrer Einwanderungspolitik

08.08.2017, 10:57

Viele Bundesstaaten haben bereits versucht, Donald Trump bei seiner Einwanderungspolitik zu stoppen. Jetzt versucht es auch die US-Stadt Chicago. Sie hat die Regierung verklagt.

Das teilte am Montag Chicagos Bürgermeister Rahm Emanuel mit. Er sagte: "Wir werden immer eine Stadt sein, die Menschen willkommen heißt." (CNN, City of Chicago)

Worum geht es genau?

Chicago ist eine von mehreren "Sanctuary Cities", wie New York oder Los Angeles, die sich weigern, gemeinsam mit den Bundesbehörden illegale Einwanderer zu finden und festzunehmen. Trump drohte diesen Zufluchtsorten mit Kürzungen von Bundesmitteln, sollten sie in Zukunft nicht kooperieren. (SPIEGEL ONLINE)

Die Regierung zwinge die Städte dazu, zwischen ihren Verfassungsrechten und der Finanzierung von Ordnungskräften zu entscheiden, heißt es in der Klage. Chicago hatte im vergangenen Jahr umgerechnet rund 1,9 Millionen Euro vom Bund erhalten, etwa zum Kauf von Polizeiautos oder Computern.

Die neuen Regeln sehen vor, dass die Städte die Einwanderungsbehörde künftig 48 Stunden im Voraus darüber informiert, wenn sie einen Inhaftieren freilassen, der wegen Verstoßes gegen das Einwanderungsgesetz gesucht wird. Die Stadt will außerdem in den kommenden Tagen eine einstweilige Verfügung gegen die Regelungen beantragen. (Tagesschau)

So wehren sich Einwanderer in den USA gegen Trumps Politik:

Justizminister Jeff Sessions kritisierte den Vorstoß Chicagos. In einem offiziellen Statement ließ er verkünden, die Regierung werde nicht weiter an Städte zahlen, die "stolz gegen die Herrschaft des Gesetzes verstoßen und kriminelle Fremde auf Kosten der öffentlichen Sicherheit schützen." (US-Justizministerium)

Mehr zu Trumps Amtszeit:

Screenshot youtube
Imago/ZUMA Press
dpa/Andrew Harnik
1/12

Fühlen

Warum Neid echt gut für dich sein kann

08.08.2017, 10:30 · Aktualisiert: 08.08.2017, 11:21

Dein Kommilitone ist faul und bekommt trotzdem bessere Noten, der Nachbar fährt ein neues Auto und dein bester Freund ist frisch verliebt – in eine echt tolle Frau. Und du? Bist, naja, seien wir ehrlich, manchmal bist du neidisch. 

Auch wenn man es nicht gern zugibt – manchmal lässt sich das Gefühl kaum vermeiden.

Wissenschaftler sagen, dass Neid vor allem in unserem Umfeld entsteht. Nicht der Protz von Prominenten ist es, das uns neidisch macht, sondern Dinge, die erreichbar scheinen, eben das neue Handy des Sitznachbarn oder die Beförderung des Kollegen.