Bild: dpa / Oliver Berg

14.12.2017, 16:40

Cannabis ist in der deutschen Medizin angekommen: Bereits im März wurde die Erlaubnis für Ärzte erweitert, cannabishaltige Arzneimittel zu verschreiben, Cannabidiol genannt (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Von dieser Verschreibung können beispielsweise Menschen mit chronischen Schmerzen, Angststörungen oder Rheuma profitieren (Deutscher Hanfverband).

Nun hat auch die Weltgesundsorganisation WHO die Wirkung von Cannabidiol untersucht – und es für gut befunden.

  • Die WHO hat Studienergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass der Wirkstoff zum Beispiel im Vergleich zu THC weniger abhängig macht.
  • Außerdem neigten THC-Konsumenten eher zu Psychosen und Angstzuständen sowie Bluthochdruck – das war bei Cannabidiol, kurz CBD, nicht der Fall.
  • Noch eine Erkenntnis: Sowohl getestete Menschen als auch Tiere würden den Wirkstoff gut vertragen. (WHO)

Was genau ist CBD?

Cannabidiol ist als eins von mehr als 80 Cannabinoiden in der weiblichen Cannabispflanze zu finden. Der Wirkstoff ist beispielsweise auch in dem in Deutschland erhältlichen Arzneimittel "Sativex" enthalten. (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte)

Laut der WHO ist die Therapie mit CBD für Epileptiker am weitesten erforscht. Zukünftig könnten aber beispielsweise an Alzheimer, Multipler Sklerose oder Diabetes Erkrankte ebenfalls von dem Wirkstoff profitieren.

Was sich durch die WHO-Empfehlung ändern könnte:

International ist die medizinische Nutzung von Cannabis und seinen Wirkstoffen noch nicht vollkommen akzeptiert. Zwar ist Cannabis in manchen Ländern wie Spanien, Kanada oder den Niederlanden zur Behandlung von Krankheiten erlaubt. Verbote gibt es aber immer noch in Frankreich, Schweden, Argentinien oder Finnland, wenn auch mittlerweile Ausnahmen gelten. (International Association for Cannabinoid Medicines)

In den USA ist Cannabidiol verboten, da die Regierung dem natürlichen Wirkstoff ein"hohes Missbrauchspotenzial" zuschreibt (Forbes). Im Mai 2018 will die WHO weitere Forschungsergebnisse zu in Cannabis enthaltenen, medizinischen Wirkstoffen veröffentlichen. Der Daumen hoch für als unbedenklich geltende Wirkstoffe könnte zu weiteren Legalisierungen führen.

Im Januar 2017 wurde die medizinische Cannabis-Legalisierung in Deutschland beschlossen:


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Grundschule entschuldigt sich für Bild, das Rentier-Sex zeigt

14.12.2017, 16:24

Eigentlich ging es nur um einen guten Zweck: Die Hyde Park Junior School in Plymouth wollte in diesem Jahr die Kinderrechtsorganisation "Save the Children"  unterstützen. In einem Newsletter rief sie Eltern und Schüler dazu auf, an der Charity-Aktion "Christmas Jumper Day" teilzunehmen. 

Für die Aktion sollten die Schülerinnen und Schüler am 15. Dezember einen Weihnachts-Pulli tragen. Neben dem weihnachtlichen Dresscode waren auch freiwillige Spenden erwünscht.