Bild: Axel Heimken/dpa

20.01.2018, 15:49

Was ist passiert?

Sie kämpfen gegen die Zulassung von Glyphosat, den Ausstieg aus der Braunkohle oder Diesel-Fahrzeuge, jetzt ist die Lagerhalle der Bürger- und Protestorganisation Campact bei einem Brand zerstört worden. Dabei soll es sich nicht etwa um einen technischen Defekt sondern um einen gezielten Brandanschlag handeln. (NDR)

Das Feuer ereignete sich bereits am 9. Januar im niedersächsischen Verden, erst am Freitag wurden die Details bekannt.

Campact

Campact ist eine Nichtregierungsorganisation, die zu mehr politischer Beteiligung aufruft. Sie ist 2004 entstanden und hat ihren Sitz in Berlin. Immer wieder startet die NGO Online-Petitionen, um diese an politische Entscheider weiterzureichen. Sie setzt sich zum Beispiel gegen Fracking und Gentechnik ein. Das selbst erklärte Ziel ist es, aus dem Engagement Einzelner eine Bürgerbewegung zu machen. (Homepage

Die Aktivisten sind jedoch nicht unumstritten, Mitglieder der CDU und AfD forderten bereits, den Status der Gemeinnützigkeit zu überprüfen.

Gibt es Hinweise auf die Täter?

Nein, bislang nicht, heißt es bei der Polizei. Über die Hintergründe sei nichts bekannt. Der Staatsschutz hat inzwischen die Ermittlungen übernommen, teilte Campact mit. (Weser Kurier) Es habe vor dem Brand keine konkreten Drohungen gegeben.

Während der Löscharbeiten wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt und mussten ärztlich versorgt werden.

Weil das Lager bis auf die Grundmauern niederbrannte, rechnet die Polizei mit einem Schaden in fünfstelliger Höhe.

Campact hat bei dem Brand vor allem Demo-Material verloren. Auf der 200 Quadratmeter großen Fläche waren zum Beispiel Nachbauten von einem Fracking-Bohrturm, ein Kohleschlot im Kleinformat, ein Chlorhuhn, übergroße Glyphosat-Flaschen, aufblasbare Kettensäge und Politiker-Köpfen im Großformat gelagert.

"Ein Teil unserer Geschichte und der allergrößte Teil unserer Aktionsmaterialien ist in Flammen aufgegangen. Aber dies hält uns nicht davon ab, weiter kraftvoll für progressive Veränderung zu streiten", sagt Campact-Geschäftsführer Felix Kolb.

Queer

Die Serie "Genders*" zeigt endlich auch den Alltag von queeren Jugendlichen

20.01.2018, 12:50

Es ist eine dieser Situationen, in denen jedem das Herz klopft: Johanna und Sebastian sind seit kurzer Zeit ein Paar. Sie ist zum ersten Mal bei ihm im Bett, die beiden liegen sich in den Armen, sie küssen sich, fangen an, sich gegenseitig zu berühren. So weit, so durchschnittlich. Aber Sebastian hat ein Geheimnis: 

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