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Ein Typ entfernt ein AfD-Wahlplakat – mit guter Begründung

07.09.2017, 19:07 · Aktualisiert: 07.09.2017, 19:11

Wahlplakate zerstören oder abhängen ist illegal. Heiko Senking weiß das auch, aber es ist ihm egal. Denn er hat ein AfD-Plakat entdeckt – an einer Stelle, die ihm so gar nicht passt.

Senking ist Bürgermeister im niedersächsischen Ebstorf. Außerdem ist er erster Vorsitzender des dortigen Sportvereins TuS Ebstorf. Vor dem Vereinsgebäude hatte die AfD ein Wahlplakat aufgehängt. Sie warb damit, dass Deutsche lieber selbst Kinder bekommen sollen. "Neue Deutsche" brauche man hier nicht.

Da platzte Senking der Kragen – auf Facebook schrieb er, warum er das Plakat entfernte.

"An die hiesige AfD", begann er seinen Post. Der Sportverein von Ebstorf habe viele Menschen mit Migrationshintergrund oder verschiedenen Religionen, Schwule und Lesben. Kurzum: Er sei "in jeglicher Hinsicht kunterbunt gemischt". Dass die rechtspopulistische AfD ihre Plakate ausgerechnet vor dem Vereinsheim aufhänge, sei eine "gezielte Provokation".

In nur drei Stunden holte der Post knapp 10.000 Likes, wurde knapp 1400 Mal geteilt.

Hier kannst du ihn lesen:

„An die hiesige AfD. Hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich persönlich das anliegende Schild vor den Toren der Geschä...

Posted by Heiko Senking on Donnerstag, 7. September 2017


Senking schreibt selbst, dass er sich der Straftat bewusst ist. Er hat sich nach eigenen Angaben daher selbst angezeigt – und ist bereit, das Plakat der AfD zu übergeben. Sie könne es dann an anderer Stelle wieder aufhängen.

Was hältst du von der Aktion?

Wie es auch anders geht, zeigt diese Gruppe:


Gerechtigkeit

In nur einer Woche haben 400 Mitarbeiter Trumps Umweltschutzbehörde verlassen

07.09.2017, 18:12

Und: Das Wort "Klimaschutz" ist verpönt.

Hurrikane überziehen den Süden der USA, überschwemmen ganze Städte, zerstören Häuser. Die Schäden zu beseitigen, wird Milliarden Dollar kosten – so viel, dass sogar das Geld für Donald Trumps Mauerbau fehlen könnte (SPIEGEL ONLINE).

Auch, wenn sich ein einzelner Hurrikan nicht auf den Klimawandel zurückführen lässt – dass es immer häufiger extreme Wettererscheinungen gibt, hängt damit zusammen. (Spiegel Online)

Doch in der US-Umweltbehörde EPA darf das nicht thematisiert werden. US-Präsident Trump will es so.