13.03.2018, 10:06 · Aktualisiert: 13.03.2018, 10:07

Frauen müssen in Formularen nicht in weiblicher Form angesprochen werden. Das hat der Bundesgerichtshof am Dienstag entschieden. (SPIEGEL ONLINE)

Eine Klägerin wollte von der Sparkasse nicht länger als "Kunde" bezeichnet werden – und wollte durchsetzen, dass auch in unpersönlichen Vordrucken "Kundin" steht. Sie sagt: Frauen werden benachteiligt, wenn sie in Formularen und Verträgen nur zu "Kunden" werden.

Geklagt hatte die 80-jährige Marlies Krämer. Sie kämpft bereits seit Jahren für Frauenrechte.

Krämer ist Sparkassen-Kundin im Saarland. Immer wieder hat sie Briefe von ihrer Bank bekommen, in denen sie als "Kontoinhaber", "Sparer" oder "Kunde" angesprochen wurde.

Die Bank behauptet, durch eine Änderung würden ohnehin komplizierte Texte sonst noch schwieriger. Und der Verwaltungsaufwand wäre höher, weil 800 verschiedene Formulare doppelt angefertigt werden müssten.

Der Fall wurde zunächst vor dem Landgericht Saarbrücken verhandelt, auch dort bekam die Sparkasse Recht. Nun hat Krämer auch vor dem Bundesgerichtshof verloren.

  • Ist ihr Kampf damit vorbei? Nein. Sie will erneut in Revision gehen und nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. (Wirtschaftswoche)

Marlies Krämer selbst war schon immer Rebellin.

In den 90ern hat sie so lange auf einen eigenen Reisepass verzichtet, bis sie als "Inhaberin" unterschreiben konnte. Vorher stand dort nur "Inhaber".

Später hat sie sich auch mit einer Unterschriftensammlung dafür eingesetzt, dass Hochdruckgebieteauch weibliche Namen tragen. Wetterdienste hatten immer nur Tiefdruckgebieten, die in der Regel Regen und Kälte bringen, Frauennamen gegeben – die sonnigen Hochdruckgebiete benannten sie nach Männern. (SPIEGEL ONLINE)

Krämer hatte Erfolg: Mittlerweile gibt es auch ein Hoch Käthe oder Leni. Und umgekehrt ein Tief Ole oder Basti.

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Tech

Elon Musk will schon 2019 zum Mars fliegen – und nebenbei die Menschheit retten

13.03.2018, 08:51 · Aktualisiert: 14.03.2018, 10:28

Schon bald könnte die Menschheit zum Mars fliegen. Das behauptet jetzt der SpaceX-Chef Elon Musk. Auf der Technik-Konferenz "South by Southwest" (SXSW) in Texas hat Musk seine Pläne zur Besiedlung des Mars vorgestellt.

Bereits 2019 könne SpaceX eine Mars-Rakete testen. 

"Ich glaube, wir schaffen kurze Flüge, hin und zurück, irgendwann im kommenden ersten Halbjahr", sagte Musk. Der Milliardär hat die Elektrofirma Tesla und das Weltraumprogramm SpaceX gegründet. Seit Jahren treibt er Programme zur Besiedlung des Weltalls voran, meist geht es dann doch nicht so schnell, wie er sagt.