Bild: dpa / Bob Ross

13.06.2018, 09:59 · Aktualisiert: 13.06.2018, 14:54

Schäfchen zählen, ein Glas warme Milch mit Honig, Baldriantropfen: Es gibt etliche Hilfsmittel zum Einschlafen. Wer trotzdem seine Probleme hat, ins Lummerland zu kommen, der kann in Zukunft auf die beruhigende Stimme von Bob Ross hoffen.

Schon in den 90er Jahren entspannte der Maler mit seiner Show "The Joy of Painting" die Zuschauer. Nun gibt es eine Fortsetzung. (New York Times)

Die beruhigende TV-Show mit Bob Ross soll zur Audioserie werden, die Schlaflose leichter einschlummern lässt.

Zukünftig sollen Zuhörer die beruhigende Stimme von Bob Ross einfach per App abspielen können.

Die Macher der Meditations-App hatten beobachtet, dass täglich Menschen die YouTube-Videos von Bob Ross anschauen. Viele wollten aber nicht zugeben, dass sie die Sendung als Einschlafhilfe nutzen – es war ihnen zu peinlich, sie wollten Bob Ross nicht verärgern.

Professor Craig Richard von der Shenandoah University in Winchester hat Bob Ross' Fernsehsendungen analysiert und festgestellt, dass die Stimme des Malers ausreicht, um zu beruhigen.

Das Streichen des Pinsel über eine Leinwand habe Eigenschaften des Autonomous Sensory Meridian Response, kurz ASMR.

ASMR-Videos sind seit Jahren beliebt bei Ruhelosen: Es wirkt auf sie entspannend, wenn sie hören, wie Menschen flüstern oder beispielsweise über Materialien streichen.

Kostproben gefällig?

Und bald gibt's eben ASMR dank Bob Ross.

Nur Bob Ross' Stimme könnte den Zustand der Entspannung auslösen.
Prof. Craig Richard

Die einschläfernde Wirkung der Fernsehshow funktionierte schon in den 90ern. Da sagte Bob Ross folgendes zum Orlando Sentinel:

Unsere Zuschauer haben uns Briefe geschickt und erzählt, dass sie besser schlafen, wenn die Show läuft.

Neue Folgen der Fernsehsendung wird es leider nicht mehr geben, Bob Ross verstarb 1995. Die Audioserie wird seinen Status als Ikone der Fernsehmalerei aber sicher wahren.

Jetzt schon Entspannung nötig? Dann kannst du hier eine Folge "The Joy Of Painting" genießen:


Fühlen

​Geld in der Beziehung: Sara verdient dreimal so viel wie Felix

13.06.2018, 09:55 · Aktualisiert: 13.06.2018, 09:55

"Ich schob ihm einen Schein rüber, damit er nicht ständig nach Geld fragen musste."

Ein großer Balkon mitten in einer deutschen Großstadt. Sara und Felix* lehnen sich entspannt in ihren Sesseln zurück. In ihrer 100-Quadratmeter-Wohnung ist fast jede Ecke Instagram-tauglich: die Lampe im Industrie-Look über dem Esstisch, die alten Obstkisten als Ablage. Im Flur steht schon der Kinderwagen fürs Baby, das im Winter kommt. Das teure Modell, das gerade alle haben.

Ich treffe mich mit den beiden 32-Jährigen, um über Geld zu reden. Ich weiß bereits: Sara verdient gut, Felix nicht. Und frage mich: Wer bezahlt diese riesige Wohnung und die schicken Möbel? Streiten die zwei deshalb viel? Ich bin gespannt. 

Wie ist die finanzielle Lage bei euch?

Felix: Lass mich kurz rechnen. Sara hat ungefähr 2000 Euro netto mehr im Monat als ich. Oder? 

Sara: Sogar etwas mehr. Sagen wir so: Es ist fast das dreifache von dem, was Felix bekommt. Ich würde auch nicht sagen, dass ich unfassbar viel verdiene, aber als Juristin fängt man schon mit einem sehr guten Einstiegsgehalt an. 

Krass, das muss ich kurz wirken lassen. Natürlich überschlage ich kurz – und frage mich, warum ich eigentlich nie über ein Jura-Studium nachgedacht habe…

Was machst du beruflich, Felix?

Felix: Ich fing erst ein Medizinstudium an, aber das war nicht mein Ding. Dann sattelte ich auf Mediendesign um und entdeckte im Studium meine Liebe fürs Produktdesign. Jetzt arbeite ich bei einem kleinen Start-up. Es gefällt mir. 

Da es ein kleiner Laden ist und ich Einsteiger bin, ist die Bezahlung natürlich nicht berauschend. Ich hatte auch Angebote mit höherem Gehalt, aber ich entschied mich dagegen, weil ich diesen Job spannender fand. Ich kann dort relativ schnell eine Führungsposition übernehmen und dann mehr verdienen.