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Lkw fährt in Berliner Weihnachtsmarkt – die Polizei spricht von Vorsatz

20.12.2016, 06:30 · Aktualisiert: 20.12.2016, 15:35

Was wir über die Tat wissen und was nicht.

Was ist passiert?

  • In Berlin ist am Montagabend ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin-Charlottenburg gefahren, in der Nähe des Ku'damms.
  • Die Polizei geht derzeit von mindestens zwölf Toten aus. 48 Menschen seien zudem verletzt worden.
  • Der LKW wurde nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler vorsätzlich in den Weihnachtsmarkt gelenkt. Die Polizei geht daher seit Dienstagmorgen von einem "vermutlich terroristischen Anschlag" aus.
  • Die Polizei nahm in der Nähe des Weihnachtsmarktes einen Verdächtigen fest. Er habe den Lkw "vermutlich" gefahren, sagte ein Polizeisprecher. "Der Beifahrer des Lkw" sei am Unfallort verstorben. Bei dem Toten handele es sich um einen polnischen Staatsbürger.

Was ist über die Hintergründe bekannt?

  • Die sind noch unklar. Einen Unfall schließt die Polizei aber mittlerweile aus, seit Dienstagmorgen spricht sie von einem mutmaßlichen Terrorakt.
  • Berlins Innensenator Andreas Geisel betonte am Abend laut "Tagesspiegel" am Breitscheidplatz: "Spekulationen verbieten sich."

Was ist über den Ablauf und die Insassen des Lkw bekannt?

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  • Der Lastwagen fuhr laut Polizei im Bereich Kantstraße Ecke Budapester Straße gegen 20 Uhr auf einen Gehweg nahe dem Weihnachtsmarkt. Der Lkw sei rund 50 Meter zwischen den Buden hindurch über den Weihnachtsmarkt gefahren, sagte ein Polizeisprecher.
  • Die Polizei sperrte die Budapester Straße voll und räumte den Weihnachtsmarkt.
  • Der Lkw hat ein polnisches Kennzeichen, es bestehe der Verdacht, dass Lkw dort von einer Baustelle gestohlen worden sei, twitterte die Polizei. Die Nationalität des festgenommenen mutmaßlichen Fahrers sei unklar. Bei dem verstorbenen Beifahrer handelt es sich um einen Polen.

Was müssen Berliner jetzt wissen?

  • Facebook hatte am Abend den Safety Check aktiviert. Dort kannst du sehen, ob sich deine Facebook-Freunde selbst als "in Sicherheit" markiert haben.
  • Die Polizei bittet darum, bei Hinweisen und Nachfragen nach Vermissten nicht den Notruf zu wählen. Die passenden Nummern seien: 030 / 540 23111 und 0331 / 50950. Außerdem ist unter 030 / 4664 4664 ein Notfall-Telefon für Angehörige erreichbar.
  • In der Budapester Straße ist eine Sammelstelle für Angehörige eingerichtet worden.
  • Darüber hinaus twittert die Polizei am Dienstag:
  • In der Nacht zuvor gab sie auch diese Hinweise:

Die ersten Reaktionen von Politikern:

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Stand des Artikels: 6.40 Uhr.