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Style

​Süchtig nach Shoppen? Diese Tipps helfen aus dem Kaufrausch

21.01.2016, 13:40 · Aktualisiert: 12.04.2016, 14:25

In Qualität investieren, den eigenen Stil finden, Impulskäufe vermeiden: All das sind Maßnahmen, die dem Normalo-Shopper dabei helfen, Mode bewusster einzukaufen und aus dem Fast-Fashion-Kreislauf auszubrechen (mehr dazu hier).

Bei echten "Shopaholics" reicht das nicht. Wenn sie weniger einkaufen wollen, dann müssen sie sich härtere Bandagen anlegen. Wer jeden Samstag automatisch in die Innenstadt rennt, an keinem Zara, H&M oder COS vorbeigehen kann und sich auch abends auf der Couch fleißig weiter durch die Online-Shops klickt, für den ist zu viel Shoppen vermutlich keine schlechte Angewohnheit mehr. Für den ist der Einkauf wohl längst zur wichtigen emotionalen Stütze und einem festen Bestandteil des Alltags geworden.

Für diese Menschen ist Shoppen ein “coping mechanism”. Statt beispielsweise zu rauchen, zu trinken oder zu essen, kaufen sie ein, um sich zu beruhigen, zu belohnen, aufzumuntern, abzulenken oder einfach nur die Zeit zu vertreiben. Mit ein bisschen Bummeln und dem Griff ins Portemonnaie dämpfen sie negative Emotionen oder verstärken positive. Ihr Unterbewusstsein hat gelernt, dass Shoppen die Produktion des Glückshormons Dopamin im Gehirn ordentlich ankurbelt - und will deshalb immer mehr.

Aber keine Angst: Wer viel shoppt, ist noch nicht gleich kaufsüchtig. Grund zur Sorge besteht erst, wenn das Einkaufen als wirklicher Zwang und als sehr belastend empfunden wird.

Du bist davon noch weit entfernt, verschwendest deiner Meinung nach aber trotzdem zu viel Zeit, Geld und Energie? Dann brauchst du einen effektiven Ersatz fürs Shoppen. Den findet man so:

(Bild: Getty Images / David Silverman)

Schritt 1: Trigger-Situationen bestimmen

In welchen Situationen überkommt dich der Kaufwahn am häufigsten? Abends auf dem Sofa? In der Mittagspause? Wenn dir langweilig ist am Wochenende? Wenn du eine gute oder schlechte Nachricht bekommst?

Schritt 2: Alternativen zum Shoppen finden

Was könntest du statt Geldausgeben in diesen Situationen noch tun, um den gleichen emotionalen Effekt zu erzielen? Zum Beispiel:

  • Eine Folge der Lieblingsserie gucken, um abends zu entspannen.
  • Bei verpatzten Präsentationen oder anderen beruflichen Wehwehchen die beste Freundin anrufen.
  • Tanzen gehen, wenn es etwas zu feiern gibt.
Wie wäre es, wenn du in diesem Jahr auf Shopping-Diät gehst?

Kalter Entzug: Der "Shopping Ban"

Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören oder weniger shoppen: Wenn es um Verhaltensänderungen geht, gibt es grundsätzlich zwei Typen: Die einen reduzieren ihren Konsum lieber stückweise, bei den anderen hilft komplette Abstinenz besser. Wenn du zur zweiten Kategorie gehörst, versuch es mal mit einem Shopping Ban. Das heißt: Einen ganzen Monat lang nichts kaufen. Nur Lebensmittel und andere notwendige Dinge (wie Seife, Batterien oder Klopapier) sind erlaubt.

So ein kalter Entzug kann Wunder wirken, weil er dich auf einen Schlag aus deinem Shopping-Gewohnheitstrott herauszerrt und dich so dazu zwingt zu lernen, wie du mit deinen Gefühlen auf andere Art umzugehen kannst.

Also: Am 10. Februar ist Aschermittwoch. Und der läutet ja bekanntlich die Fastenzeit ein. Wie wäre es, wenn du in diesem Jahr auf Shopping-Diät gehst!?

Anuschka Rees

Die Bloggerin Anuschka Rees, 26, lebt in Berlin, liebt Mode und interessiert sich für Minimalismus, beides kombiniert sie. Wie das funktioniert, beschreibt sie alle drei Wochen für bento. Dauert zu lang? Dann lies in der Zwischenzeit ihren Blog Into Mind. Lohnt sich!

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