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Style

Du möchtest bewusster einkaufen? Diese vier Vorsätze helfen

31.12.2015, 12:42 · Aktualisiert: 12.04.2016, 14:24

Die Fast Fashion Industrie hat unser Konsumverhalten stark geprägt: Wir kaufen zu viel, zu oft, zu billig und zu unüberlegt. Der Kleiderschrank ist voll, aber wir kaufen immer mehr.

Wie wäre es deswegen dieses Jahr mal mit einem etwas anderen Vorsatz? Warum nicht mal was gegen Billigpreise, schlechte Produktionsbedingungen und die allgemeine Wegwerf-Mentalität tun? Den eigenen Modekonsum runterfahren, besser auswählen, auf Qualität und Herkunft achten.

Klar, der erste Januar ist ein Tag wie jeder andere, aber aus psychologischer Sicht ist der Jahreswechsel wirklich ein günstiger Zeitpunkt, alte Gewohnheiten zu durchbrechen. Wer also schon länger aus dem Fast Fashion Kreislauf ausbrechen will, überlegt sich am besten noch schnell ein paar konkrete Richtlinien für den eigenen Modekonsum im neuen Jahr.

Hier ein paar Vorschläge:

(Bild: Anuschka Rees)

1. In Qualität investieren

Der Fast Fashion Kreislauf funktioniert so: Man kauft günstig, um den Kontostand zu schonen. Außerdem sah der Pulli im Geschäft auch noch wirklich ganz gut aus. Nach wenigen Wäschen bilden sich aber schon erste Faserknötchen, der Stoff bekommt einen Grauschleier, Nähte lösen sich. Nach spätestens einem Jahr ist der Schnitt völlig ausgebeult. Dann muss nachgekauft werden – und Spaß fängt von vorne an. "Geiz ist geil“-Shopping zahlt sich absolut nicht aus.

Qualitativ hochwertige Kleidung sieht nicht nur besser aus, sie hält auch länger. Und je länger sie hält, desto seltener muss nachgekauft werden. Deswegen: Kauf dir statt fünf Billigteilen lieber nur einen richtig tollen Pulli oder Mantel. Der sieht super aus, sitzt perfekt - und du trägst ihn garantiert auch nach Jahren noch gern.

2. Den eigenen Stil finden

Wer seinen eigenen Stil gefunden hat, ist sofort weniger anfällig für Schnäppchen und auch jede ‘Must-Have Teile der Saison’ Liste lassen einen kalt. Man kauft nicht mehr wahllos, sondern ganz bewusst nur Dinge, die zum eigenen Stilkonzept und dem Rest des Kleiderschranks passen. Und wenn deine modischen Vorlieben nicht mehr von kurzlebigen Trends abhängig sind - dann kannst du guten Gewissens auch mal mehr für ein neues Lieblingsstück ausgeben.

3. Weniger Impulskäufe

Es gibt viele Gründe, warum wir shoppen. Manchmal brauchen wir ganz einfach eine neue Jeans oder ein paar Winterstiefel. Aber oft haben wir gar keinen echten Bedarf oder ein spezifisches Ziel beim Shoppen, und dann wird es gefährlich. Es zieht uns aus Langeweile in die Läden, weil wir gestresst sind oder uns aufmuntern wollen. Und schwupps, wandert das hübsche Top neben der Kasse in den Korb, auch wenn wir schon zehn ähnliche Teile im Schrank hängen haben.

Ein einfacher Trick gegen das Impuls-Kaufen: Kleidung grundsätzlich nicht sofort kaufen. Erst mal eine Nacht drüber schlafen oder wenigstens eine Runde um den Block laufen. Das unterbricht den Impuls, und du kannst gleich klarer einschätzen, ob du wirklich noch ein Paillettentop oder weißes Paar Turnschuhe brauchst. Oder ob du das Geld nicht doch besser anderswo investieren solltest.

4. Fair Fashion Labels unterstützen

Fair Fashion Mode hat sich schon lange von ihrem muffigen Öko-Image verabschiedet und bietet für jeden Geschmack nachhaltige Alternativen zu H&M und Co. Zum Beispiel: People Tree, Avocado Store, Hess Natur, Zady, The Reformation, Filippa K, oder das junge deutsche Label Folkdays. Einfach mal ausprobieren!

Auch gut: Second-hand shoppen (oder “Vintage”, wem das besser gefällt). Die vielleicht nachhaltigste Wahl.

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Anuschka Rees

Die Bloggerin Anuschka Rees, 26, lebt in Berlin, liebt Mode und interessiert sich für Minimalismus, beides kombiniert sie. Wie das funktioniert, beschreibt sie alle drei Wochen für bento. Dauert zu lang? Dann lies in der Zwischenzeit ihren Blog Into Mind. Lohnt sich!