Style

Das könnten die neuen Scheißemojis werden

03.11.2017, 15:32

Emoji-Experten sind gar nicht begeistert.

Emojis sind längst eine Art eigene Sprache – und ein Spiegel unserer Gesellschaft. Es gibt Kopftuch-Emojis, Polizistinnen-Emojis und Lebensmittel-Emojis aus allen möglichen Ländern. Das neuste Emoji-Update brachte uns Elfen, Hexen, Igel und Brokkoli (bento).

Nun soll es schon wieder neue Emojis geben – und eines polarisiert ganz besonders.

Das Scheißhaufen-Emoji – im Original "Pile of Poo" genannt, also ein Haufen Kacke – soll erweitert werden. Bisher lacht der Scheißhaufen fröhlich vor sich hin, nun soll es wie bei klassischen Smileys auch andere Gefühlsregungen wie Wut oder Trauer geben.

Diese Entscheidung wird gerade beim sogenannten Unicode-Konsortium diskutiert. Jeder kann bei dem Konsortium kann neue Emojis beantragen, über die dann abgestimmt wird. Der Antrag über die neuen Scheißhaufen kam von Nicole Wong, hier kannst du ihn einsehen. In dem Konsortium entscheiden dann große Firmen wie Microsoft und Apple, ob die Emojis Wirklichkeit werden.

Das sind die Emojis des aktuellen Updates:

1/12

Und so sollen die neuen Scheißhaufen aussehen:

(Bild: Unicode)

Nun streitet sich das Konsortium, wie viel Scheiße noch okay ist.

  • Auf der einen Seite stehen die Traditionalisten. Für sie sind Emojis vor allem eine seriöse Sache, die verständlich sein muss.
  • Auf der anderen Seite stehen die Experimentellen, die mit immer neuen und kreativen Vorschlägen die Bandbreite erweitern wollen.

Kritiker meinen, die Scheißhaufen würden das "Image der Emojis beschädigen". Und sind generell skeptisch:

Ausscheidungen sind nicht süß!
Michael Everson, Emoji-Traditionalist

Auch sei man sich nicht sicher, wohin das noch führen werde – am Ende gebe es noch Karaoke singende Scheißhaufen oder geliftete Scheißhaufen. (Hier sind ihre Statements einsehbar)

Antragsstellerin Nicole Wong argumentiert, der Scheißhaufen sei längst Popkultur. Es gebe ihn als Anti-Trump-Graffiti und als Kuschelkissen.

Die große Popularität lässt vermuten, dass auch ein stirnrunzelnder Scheißhaufen gut angenommen wird.
Nicole Wong

Today

Warum der "Bild"-Bericht zu abgetauchten Asylbewerbern falsch ist

03.11.2017, 15:10 · Aktualisiert: 04.11.2017, 13:29

Was ist passiert?

"30.000 abgelehnte Asylbewerber spurlos verschwunden", so stand es am Donnerstag fett auf der ersten Seite der "Bild"-Zeitung. Was? So eine hohe Zahl? Haben Behörden die Kontrolle verloren? Das behauptet zumindest die "Bild".

Das "Bildblog", das sich zur Aufgabe gemacht hat, schlechte und falsche Berichterstattung von Medien zu entlarven, hat sich den "Bild"-Bericht vorgenommen. Das Resultat: Die Zahl ist völlig falsch. (Hier geht es zum Bericht)