Style

Bei Lidl sind Jungs Superhelden, Mädchen nur ihre Fans

27.10.2017, 08:15 · Aktualisiert: 27.10.2017, 08:44

Wir schreiben das Jahr 2017. Das muss man bei der folgenden Meldung lieber nochmal dazusagen. Lidl verkauft in seinem Online-Shop Schlafanzüge für Kinder. Für die Jungs in blau: "Be your own superhero." Für die Mädchen in rosa: "Daddy is my superhero."

Hm, was stimmt hier nicht?

Hm, was stimmt hier nicht?

Damit auch ja keine Geschlechter-Verwirrung entsteht, hat Lidl ausdrücklich dazugeschrieben, wer nun welchen Schlafanzug tragen soll. Die Jungs Superhelden, die Mädchen nur Fans von Superhelden. Das sind Rollenbilder von gestern.

Bleibt nur zu hoffen, dass Eltern sich nicht daran halten und ihre Tochter trotzdem zur Superheldin machen. Oder stolz ihren Sohn vorführen lassen, dass Papa der Tollste ist.

Und dann ist da noch der Preis:

Dabei scheint das Thema Gleichberechtigung von Männern und Frauen dem Unternehmen nicht völlig unwichtig zu sein. Jedenfalls heißt es auf der Website unter dem Punkt "Chancengleichheit", dass allen Mitarbeitern "unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion" Respekt entgegen gebracht werde.


Gerechtigkeit

Unabhängigkeit oder Neuwahlen? Wie der Präsident die Katalanen verrückt macht

26.10.2017, 21:49 · Aktualisiert: 26.10.2017, 22:13

Ein irrer Tag in Barcelona und seine Folgen.

Plötzlich ist alles ganz still. Hunderte Studenten und Auszubildende stehen auf dem Plaça Sant Jaume vor dem katalanischen Regierungssitz in Barcelona. Unter ihnen Gemma Vior, 24, und Christian Bonilla, 19. Bis eben haben die Unabhängigkeitsbefürworter noch geschrien, immer wieder die "Independencia" gefordert, gehofft, dass der katalanische Präsident Carles Puigdemont sie hinter den Mauern des mittelalterlichen Gebäudes hören kann. Jetzt hängen alle über ihren Handys, per Radio hören sie ihrem Präsidenten zu. Wer spricht, wird ermahnt. "Pssst", zischt Gemma Vior.