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Style

H&M soll tonnenweise neue Kleidung verbrannt haben, um Platz zu schaffen

19.10.2017, 08:47 · Aktualisiert: 19.10.2017, 11:42

Kleidung von H&M steht eigentlich nicht im Ruf, besonders langlebig zu sein - oft verlieren die T-Shirts und Tops schon nach einem Sommer ihre Form. Doch dass die Artikel nur so kurzlebig sind, hätten selbst die ärgsten Kritiker vermutlich nicht erwartet: Laut einer dänischen TV-Doku verbrennt der schwedische Mode-Riese tonnenweise Kleidung noch bevor sie verkauft werden kann. (TV2)

Laut der dänischen Doku lässt H&M in einer eigenen Verbrennungsanlage in Roskilde schon seit 2013 Kleidung verbrennen - jährlich durchschnittlich 12 Tonnen. An vielen Stücken hing sogar noch das Preisschild. Absurderweise ist 2013 auch das Jahr, in dem H&M offensiv damit begann, sich als nachhaltiges Unternehmen zu bewerben. Alte Kleidung kann seitdem in den Geschäften zurückgegeben werden, im Sortiment gibt es immer öfter Kleidung aus Bio-Baumwolle.

H&M hat die Vorwürfe erst bestritten - und dann doch bestätigt

Die dänische Tochter von H&M wollte von den Vorwürfen zunächst nichts wissen. "Wenn sich Ware schlecht verkauft, schicken wir sie an andere Verkaufsstellen" beteuerte die Nachhaltigkeitschefin von H&M Dänemark. Als der Fernsehsender TV2 dann Bilder aus der Verbrennungsanlage vorlegte, änderte H&M seine Haltung plötzlich und bestätigte die Verbrennung. Die Kleidung sei allerdings nur aussortiert worden, wenn sie gesundheitsschädlich oder kaputt gewesen sei.

Genau das bezweifelt die Doku: Bei einem Test der für die Verbrennung aussortierten Ware konnte weder Schimmelpilzbefall noch ein zu hoher Bleigehalt festgestellt werden. Die Filmemacher glauben deshalb etwas anderes: Mit der Verbrennung soll in den Regalen schneller Platz für neue Ware entstehen.

Mit dieser fragwürdigen Taktik wäre H&M freilich nicht der einzige Konzern. Laut der dänischen Dokumentation sollen allein beim Modekonzern Bestseller 49 Tonnen neuer Kleidung in einem Jahr verbrannt worden sein. Die bekanntesten Marken des Konzerns heißen Vero Moda, Jack&Jones und Only.

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So sähe Jamaika aus, wenn die Parteijugend entscheiden dürfte

18.10.2017, 17:30 · Aktualisiert: 18.10.2017, 18:03

Wir haben bei Junge Union, Grüner Jugend und den Jungen Liberalen nachgefragt.

In Berlin haben heute die ersten Gespräche über eine mögliche Jamaika-Koalition begonnen. Es dürften sehr zähe Gespräche werden, schließlich sind sich die Union, FDP und Grüne in sehr vielen Punkten uneinig. Erst im Januar könnte es eine Einigung geben.

Wir haben bei den Jugendorganisationen nachgefragt: 

Was sind für sie Entscheidungen, denen alle zustimmen müssen? Und wo könnte man auf andere Parteien zugehen?