Bild: Getty/Pascal Le Segretain

Style

Frauen sollen beim Friseur genauso wenig zahlen wie Männer

17.08.2017, 12:18 · Aktualisiert: 17.08.2017, 13:06

Ein Friseur in Kanada hat da ein gutes Konzept.

Meine Haare sind kurz. Meine Haare sind fein. Meine Haare zu schneiden, dauert ungefähr 8 Minuten – das Wichtigste ist mir, dass sie mir nicht ständig ins Gesicht fallen und dass ich nicht völlig verwahrlost aussehe.

Die Haare meines Freundes sind lang. Die Haare meines Freundes sind dick, lockig und zahlreich. Die Haare meines Freundes zu schneiden, dauert ungefähr eine Stunde – weil er ständig meckert, und weil die Frisur für ihn nicht nur Haare, sondern ein Statement sind.

Und trotzdem zahlt er bei jedem Friseur weniger als ich – manchmal sogar die Hälfte. Das finde ich ungerecht.

Vor 40 Jahren hat diese Unterscheidung vielleicht noch Sinn gemacht. Früher hatten schließlich fast alle Frauen lange Haare – und fast alle Männer kurze.

Für die Frauen hieß es beim Friseur: Dauerwelle, Kreppfrisur, Coloration, Legen, Toupieren, Föhnen. Für die Männer: Seiten abrasiert, oben bisschen kürzer, fertig.

(Bild: Getty/Stepehn Lovekin)

Um zu wissen, dass das heute nicht mehr so ist, braucht man nicht mal auf Stars mit aufwändigen Haartürmen (The Weeknd) oder Silberhaar (Justin Bieber, irgendwann mal) schauen: Auch der Durschnittsmann legt heute viel mehr Wert auf seine Haare.

Auch die Auswahl von Frisuren ist weitaus größer als "an den Seiten kurz, oben lang" (und selbst dieser Look muss perfekt sitzen!). Männer mit Dutt gibt es genauso wie Frauen mit Buzzcut.

Warum also nicht Schluss machen mit dieser haarigen Ungerechtigkeit?

Ein Friseur in Kanada hat jetzt genau das getan: Der Friseursalon "Hair Junkie" in Ottawa hat angekündigt, "Gender Neutral Prices" einzuführen, also geschlechtsneutrale Preise.

A little riddle from Hair Junkie: Client ‘A’ has long hair and pays $40 for a haircut, while Client ‘B’ has short hair and pays $70 for a haircut. Client ‘A’s haircut takes 20 minutes longer, but Client ‘B’ still pays $30 more. Makes no sense, right? Have you figured it out? Of course you have. Client ‘B’ is a WOMAN! You’re smart, you! So why is it that a female with short hair pays more for a haircut than a male with long? The answer to THAT riddle is easily found in history, which reveals that since the first day human beings stopped thinking of their hair as just an extra layer of insulation, and instead, a way of adorning themselves for pleasure, ritual and attraction, a woman’s hair has been, well… complicated. Complicated as in Pompadour, Gibson Girl, Finger Waves, Roller Sets, Up Do’s, LIFE CONSUMING complicated! Are you following me? But times have changed. It’s some easy math that shows these numbers don’t add up, and Hair Junkie is about to apply a FIX which is long overdue. Gender Neutral Pricing is about to hit our salon floor! You pay for the time and products we use for your service and if that time is the same as the MAN or WOMAN in the next chair, then it will cost you the same price! Of course if you want a labour intensive Up Do, (or anything at all) we still do that too~! Prices are transparent. Prices are fair. Prices are neutral because Hair has NO gender! We are SO PROUD to be initiating this policy at Hair Junkie and we could think of no better occasion than our annual celebration of diversity and equality; so on August 27th, PRIDE DAY in Ottawa, we will officially introduce the inclusive, equal system that is gender neutral pricing!

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"Ein kleines Rätsel," schreibt der Friseur auf Instagram:

"Kunde A hat langes Haar und zahlt 40 Dollar für einen Haarschnitt. Kunde B hat kurzes Haar und zahlt 70 Dollar für einen Haarschnitt. Kunde A’s Schnitt dauert 20 Minuten länger, aber Kunde B zahlt trotzdem mehr. Macht keinen Sinn, stimmt’s?"

Die Lösung: Der Salon will die Preise jetzt einzig und allein nach Zeit und verwendeten Produkten berechnen. "Wenn es beim Mann oder der Frau neben dir auf dem Stuhl genau so lange dauert, dann wird es dich genau so viel kosten."

So einfach – so gut. Wird Zeit, dass sich dieses Modell auch bei uns durchsetzt. Und ich endlich mal davon profitiere, dass mein Haar nicht lang und dicht ist.

Denn, wie der kanadische Friseur abschließend schreibt:

Preise sollten geschlechtsneutral sein – weil Haar kein Geschlecht hat!

Streaming

HBO Spanien leakt die kommende Folge "Game of Thrones"

17.08.2017, 11:48 · Aktualisiert: 17.08.2017, 12:39

Immer Ärger in Westeros: Der US-Sender HBO produziert die Erfolgsserie "Game of Thrones". Nun wurden bereits zum dritten Mal Teile der aktuellen 7. Staffel geleakt.

  • Zuerst hatten Hacker Serieninfos von HBO erbeutet und Skripte zu den Folgen ins Netz gestellt (bento).
  • Dann wurde die komplette vierte Episode zwei Tage vor Ausstrahlung geleakt, durch indische Mitarbeiter (bento).

Nun steht auch die sechste Folge im Netz, in hoher Qualität – vier Tage vor der eigentlichen Ausstrahlung.