26.02.2018, 17:42

Von "Cannabis Cabaret" bis zum "Pot Speed Dating".

In neun US-Bundesstaaten sowie in Washington DC ist der private Konsum von Cannabis mittlerweile legal. Und das verändert das Partyleben vor Ort.

Wer früher ausging, wollte vor allem trinken – nun kommen immer mehr, die kiffen wollen. Oder schon bekifft sind.

Die Folge: Immer mehr Bars und Kneipen bieten "Pot Parties" an, um der breiten Kundschaft gerecht zu werden.

Während Alkohol die Sinne zunehmen betäube, erweitere sie Cannabis, sagt die Marijuana-Expertin Jane West dem "Guardian". Entsprechend müssten Clubs umdenken, um für ihre Kunden neue Erlebnisse zu schaffen.

Vor allem in Kalifornien gibt es mittlerweile ganze Partyreihen, die sich dem Thema Cannabis widmen.

Ein paar Beispiele für die "Pot Parties":

  • "Cannabis Cabaret" ist eine Burlesque-Reihe in Los Angeles. Hier strippen Tänzerinnen in grünen Outfits, das Publikum kifft und der erotische Höhepunkt ist der Verzehr eines Peanutbutter-Sandwichs. So sieht es da aus:
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  • "Comedy, Cake + Cannabis" gibt es in Los Angeles und im kanadischen Toronto, Gras kann man hier Rauchen oder Futtern. Auf der Bühne stehen Comedians, die sich mit fortgeschrittener Stunde immer weniger anstrengen müssen.
  • "Brunchies" ist ein kalifornisches Event für den Tag danach. Serviert werden Chicken Nuggets in Waffeln gerollt und andere Leckereien.


Die meisten Veranstaltungen werden vom lokalen Anbieter "Drinkin’ Smokin’ & West Coastin’" organisiert. Die Macher haben auch spezielles Speed Dating und besondere Escape Rooms für Bekiffte im Angebot.

Ein anderer Anbieter ist "Grassfed" in Kalifornien, der nach eigenen Angaben "mit Cannabis durchzogene Dinner-Abende" anbietet. Und "Arcane Revelry" im US-Bundesstaat Oregon, der "VIP-Events" für Kiffer organisiert. Darunter sind Shows mit Nackttänzerinnen, Schokobrunnen und einer riesigen Eisskulptur-Bong.

"Bei Cannabis muss man mehr Erlebnisse schaffen", sagt Crystal Bauer-Feldman von "Arcane Revelry". "Du musst sehr viel einfühlsamer auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen." (Guardian)

Will heißen: Alles wird intensiver wahrgenommen.

Dass der wachsenden Cannabis-Industrie im wahrsten Sinne des Wortes zum Feiern zu mute ist, könnte allerdings eine schlechte Nachricht für andere sein: Die Hersteller von Drinks. Denn wer früher auf Partys getrunken hat, könnte künftig zum Joint greifen.

Noch gebe es keine Umsatzeinbrüche, aber man schaue auf die Entwicklung, sagte Alexandre Ricard vom Alkoholspediteur Pernod-Ricard. (Reuters) Aber Pernod-Ricard hat selbst schon mal Anteile im Wert von 191 Millionen Dollar an einem kanadischen Gras-Anbauer, Canopy Growth, gekauft.

Um auf der sicheren Seite zu sein, wenn es demnächst immer mehr "Pot Parties" gibt.


Gerechtigkeit

Die Überlebenden von Parkland kehren an ihre Schule zurück – mit ihnen 17 Engel

26.02.2018, 16:50

Knapp zwei Wochen nachdem ein 19-Jähriger in einer Schule in Parkland Florida 17 Schüler getötet hat, kehren am Sonntag die Jugendlichen an die Marjory Stoneman Douglas High School zurück. 

Zum ersten Mal öffnete die Highschool wieder ihre Türen. Und 17 Engel waren bei ihnen.

Die Engel sollen an die 17 Mitschüler erinnern, die bei dem Schulmassaker getötet worden sind.