Bild: Michael Kappeler/dpa

12.02.2018, 18:45 · Aktualisiert: 14.02.2018, 18:27

Olympia-Siegerin, Bergsteigerin – und Hellseherin?

Wenn die Olympischen Winterspiele in Südkorea zu Ende gehen und die Best-Of-Bilder zusammengeschnitten werden, wird dieser Moment einer der schönsten Erinnerungen sein: Laura Dahlmeier schnappt sich kurz vor dem Ziel die deutsche Fahne, gleitet auf den Langlaufski eine halbe Minute vor der Konkurrenz ins Ziel. Von ihrem rundherum eingepackten Gesicht sind da nur noch die Augen und ein breites Lachen zu erkennen.

Dann der Jubelschrei: Die 24-jährige Biathletin hat ihre zweite Goldmedaille in Pyeongchang gewonnen.

Wer ist die erfolgreiche Sportlerin aus Garmisch-Partenkirchen? Und was macht sie so erfolgreich?

6 Fakten über Laura Dahlmeier

BAM OIDA! 💥😉 Zweites Rennen, zweite Goldmedaille - mir fehlen die Worte! ✌ #bettertobefAst #iwerdnarrisch

Posted by Laura Dahlmeier on Montag, 12. Februar 2018

1. Sie ist leidenschaftliche Bergsteigerin.

Als erfolgreiche Biathletin nebenbei so einen risikoreichen Sport betreiben? Für Dahlmeier schließt sich das nicht aus. Im Gegenteil: Vieles, was es zum Bergsteigen braucht, hilft ihr auch in der Loipe und am Gewehr. "Anders als beim Joggen kann ich beim Klettern in den Bergen nicht einfach stehenbleiben. Ich muss einen kühlen Kopf bewahren und überlegen, wie ich weiterkomme", sagt Dahlmeier. (bergsteiger.de)

Die ersten Touren hat die Sportlerin zusammen mit ihrem Vater unternommen. Er brachte ihr bei, welche Knoten nötig sind. Im vergangenen Sommer bestieg Dahlmeier mit einer Freundin den fast 6000 Meter hohen Alpamayo in Peru.

2. Sie ist trotz ihres sportlichen Erfolgs noch immer bei der Bergwacht.

Auch dabei hat sich Dahlmeier an ihrem Vater orientiert. Etwa mit 18 oder 19 Jahren habe sie eine Ausbildung bei der Bergwacht gemacht, erzählt sie in einem Interview – seitdem ist sie ehrenamtlich dort tätig. (Eurosport)

Gerade als Leistungssportlerin sei man immer ein Stück weit nur auf sich bedacht. Da sei es schön, wenn man auch etwas zurückgeben könne.

3. Dahlmeier hat ihren Erfolg bei Olympia vorausgesehen.

Wir kennen es alle: In den Freundschaftsbüchern, die man in der Grundschule austauscht, wird immer wieder der eigene Traumberuf abgefragt. Mit sechs Jahren schon wissen, was mehr als zehn Jahre später passiert? Schwierig!

Aber für Laura war das Ziel schon klar. Als damals Sechsjährige gab sie zwei Berufswünsche an: "Olympiasiegerin oder Hüttenwirtin". Ein Wunsch ist schon in Erfüllung gegangen. Laura ist bereits siebenmalige Weltmeisterin, gewann im letzten Jahr den Gesamtweltcup und nun darf sie sich Olympiasiegerin nennen.

4. Sie liebt das Reisen.

Wenn sie bei Biathlon eine Pause einlegen könnte, hätte sie da schon so eine Idee:

Für mich gibt es noch andere Dinge im Leben außer Biathlon. Ich hätte mal richtig Lust auf eine Weltreise über mehrere Monate. Ohne Termine und Trainingspläne.
Laura Dahlmeier zur "Sport Bild"

5. Auch ihre Eltern waren Profi-Sportler.

Allerdings nicht im Biathlon, sondern im Mountainbiking. Wie viel Aufwand es ist, regelmäßig zu trainieren, hat Laura von Klein auf mitbekommen. Unterstützt wurde sie von ihrem Großvater, der eine eigene Werkstatt hat und zu Beginn der Kariere sogar ihre Waffen reparierte.

6. Laura ist Zollbeamtin.

Viele Spitzensportler sind parallel bei der Bundeswehr oder dem Zoll beschäftigt. Hier gibt es Förderprogramme. Die Sportler können sich fast ganz auf ihr Training konzentrieren – und das Einkommen ist gesichert.

Denn vor allem Wintersportler verdienen mit ihrer Leidenschaft weitaus weniger Geld als zum Beispiel Fußballer. Für einen deutschen Olympiasieger gibt es 20.000 Euro von der Deutschen Sporthilfe, für Silber 15.000 Euro und für Bronze 10.000 Euro.

Zum Vergleich: Deutschlands Fußballer hätten im Falle eines EM-Siegs in Frankreich je 300.000 Euro kassiert. (SPIEGEL ONLINE)

Lauras Olympia-Traum ist noch nicht zu Ende.

  • Am Mittwoch um 12 Uhr deutscher Zeit startet sie noch einmal im Einzelrennen über 15 Kilometer.
  • Am Samstag um 20.15 Uhr folgt der Massenstart und am darauffolgenden Donnerstag (12.15 Uhr) das Staffelrennen.

Art

So sieht das Präsidentenporträt von Barack Obama aus

12.02.2018, 18:34 · Aktualisiert: 13.02.2018, 11:29

Michelle hat auch eins bekommen.

Am Montag ist das erste offizielle Porträt von Barack Obama in der National Portrait Gallery in Washington enthüllt worden. Der ehemalige US-Präsident thront darauf auf einem Stuhl, hat die Arme auf den Knien verschränkt. Obama selbst zeigte sich begeistert von dem Ergebnis und scherzte, er habe sich nur weniger graues Haar und kleinere Ohren gewünscht.