Sport

Warum ich gegen den Wahnsinn dieser Welt renne

27.08.2017, 11:43 · Aktualisiert: 27.08.2017, 11:44

Ich jogge nicht, ich renne.

Ich laufe, um nicht wahnsinnig zu werden und ich meine das ernst.

Ich bewege mich nicht, um meine neuen Turnschuhe auszuführen, ein paar Kalorien zu verbrennen oder weil es gerade "in" ist. Ich renne, um dem Wahnsinn dieser Welt für eine kurze Zeit zu entkommen.

Deswegen ist Laufen für mich Smartphone-freie Zeit. Während ich ansonsten jede freie Sekunde an irgendeinem Bildschirm hänge, bleibt das Telefon beim Rennen zuhause.

Keine Anrufe, keine Notifications, keine Bilder von der Laufstrecke - nichts, was mich ablenkt.

(Bild: Giphy)

Deswegen renne ich auch immer ohne Musik und ohne Kopfhörer, meistens sogar ohne Laufuhr - mein Körper sagt mir, wie schnell er unterwegs sein will.Ich bin gerne draußen in der Natur, deswegen lehne ich das Joggen auf dem Laufband ab - lieber lasse ich Nieselregen oder kalten Wind über mich ergehen. Lieber friere ich, als freiwillig einen Fuß aufs Laufband zu setzen.

Und das hat seinen Grund: Ich bin nämlich eigentlich furchtbar faul, und auf dem Laufband langweile ich mich so schnell, dass ich spätestens nach 15 Minuten nicht mehr weitermachen will. Wenn ich draußen renne, ist das etwas anderes.

Beim Rennen komme ich zum Nachdenken. Dabei ist es egal, ob ich nach der Lösung für ein Problem suche, ein Text in meinem Kopf entstehen muss oder ich ein Geburtstagsgeschenk brainstorme.

Die besten Ideen habe ich, während ich mich auf irgendeiner Laufstrecke abmühe.

(Bild: Giphy)

Während des Rennens treffe ich auch die meisten Entscheidungen. Meine Gedanken sind in keiner anderen Situation so klar, wie während ich renne.

Außerdem kann ich mich beim Rennen im wahrsten Sinne des Wortes auspowern. Wenn ich 15 Kilometer gelaufen bin, will ich danach nur noch eine große Portion Nudeln und dann ins Bett.

Keine innere Unruhe, keine kreisenden Gedanken – ich schlafe wie ein Stein, meistens jedenfalls.

Fürs Rennen braucht man außerdem verhältnismäßig wenig Equipment - gute Laufschuhe, irgendein T-Shirt, kurze Hose, Sport-BH.

Das passt meistens sogar in den Koffer. Wichtig für mich, denn ich habe auch auf Reisen spätestens nach vier Tagen Hummeln im Hintern und muss mich dringend bewegen.

Klingt anstrengend für meine Mitmenschen? Auf keinen Fall, denn am liebsten laufe ich alleine.

Andere Menschen stören mich nur, es sei denn, sie sind schneller als ich und bringen mich dazu, noch schneller zu laufen.

Dieser Text erschien zuerst auf SPIEGEL ONLINE


Streaming

Ja, wirklich: Netflix verkauft Cannabis. Zehn verschiedene Sorten

27.08.2017, 11:41 · Aktualisiert: 27.08.2017, 11:46

Netflix and smoke

Netflix hat mehrere Sorten Cannabis züchten lassen, die man an diesem Wochenende in Los Angeles kaufen kann. Zumindest, wenn man Marihuana für medizinische Zwecke nutzen darf. Denn die vollständige Legalisierung von Cannabis tritt in Kalifornien erst kommendes Jahr in Kraft.

Die insgesamt zehn Sorten haben Namen, die auf Netflix-Serien anspielen. Darunter:

  • Orange is the new Black: Poussey Riot
  • Bojack Horseman: Prickly Muffin
  • Arrested Development: Banana Stand Kush