Bild: Frank Rumpenhorst/ dpa

Sport

Boateng will Rassisten per Videobeweis aus Fußball-Stadien schmeißen

13.10.2017, 11:07 · Aktualisiert: 13.10.2017, 12:25

Ob ein Ball im Tor ist oder noch kurz vor der Linie – wie unbedeutend ist das schon im Vergleich zu Rassismus, der unter einigen Fußballfans herrscht?

Um den aus den Stadien zu verdrängen, hat Eintracht-Frankfurt-Spieler Kevin Prince-Boateng jetzt eine Idee:

Wie wäre es, den Videobeweis nicht nur auf dem Spielfeld anzuwenden, sondern auf den Tribünen?

"Warum setzen wir diese Technik nicht ein, damit jeder rassistische Schreier identifiziert und rausgeschmissen wird und nie wieder zurück ins Stadion darf?", sagte der 30-Jährige in einem "Focus"-Interview.

Er betonte, wie groß das Problem auch heute noch ist:

Wir schreiben das Jahr 2017 und haben immer noch keinen Weg gefunden, dagegen vorzugehen.

Solche Maßnahmen würden der Menschheit weiterhelfen und nicht nur dem Sport, sagte Boateng. "In jeder neuen Saison gibt es Vorfälle. Das darf einfach nicht mehr passieren."

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Boateng für das Thema einsetzt.

2013 verließ er als Profi beim AC Mailand mitten im Testspiel den Platz. Seine Teamkollegen folgten. Der Grund: Er und andere dunkelhäutige Mitspieler waren von Zuschauern beleidigt worden.

Anschließend war Boateng von der Uno zu einer Gesprächsrunde am Anti-Rassismus-Tag eingeladen worden (n-tv). Er sagte:

"Rassismus muss aktiv bekämpft werden, er verschwindet nicht von selbst. Als ich in der Nationalmannschaft Ghanas spielte, habe ich gelernt, Malaria zu bekämpfen. Impfungen genügen nicht. Man muss die Teiche trocken legen, in denen die Malaria-Mücken gedeihen. Ich denke, dass Malaria und Rassismus vieles gemeinsam haben."

Haha

Forscher finden fettliebende Fastfood-Mäuse in Manhattan

13.10.2017, 10:44 · Aktualisiert: 13.10.2017, 10:47

Die Cheeseburger-Hypothese

In Großstädten gibt es nur wenig von dem, was Mäuse eigentlich fressen: Samen, Nüsse, Wurzeln, Blumenstängel. Dafür aber viele Reste von dem, was Menschen gerne futtern: Burger, Pizza, Fritten. Das verändert die Tierwelt – Mäuse und Ratten passen sich offenbar immer mehr an das Fast-Food-Leben in Großstädten an.

In New York wurde vor einiger Zeit die "Pizza Rat" berühmt, die ihr "Slice" mühsam am U-Bahn-Gleis entlang schleppt: