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Zwischen Schönheit und Schmerz – diese Fotografin zeigt alle Seiten des Balletts

12.09.2017, 11:26 · Aktualisiert: 12.09.2017, 11:41

Viele Jahre stand Darian Volkova auf den Weltbühnen des Balletts. Um Ballerina zu werden, zog sie mit 19 Jahren aus ihrer Heimatstadt Chabarowsk nach St. Petersburg. Vor einem Jahr tauschte die heute 27-Jährige dann die Ballettschuhe gegen eine Kamera und begleitet seitdem Balletttänzerinnen auf Tournee.

"Ich möchte individuelle Geschichten abbilden und dadurch meine Vision der Ballettwelt zeigen", sagt Darian. Ihre Bilder dokumentieren deshalb alle Seiten der Kunst – vor und hinter den samtenen Vorhängen.

Die Liebe zur Fotografie entdeckte die Russin vor sieben Jahren, als ihr Mann ihr die erste eigene Kamera schenkt. "Er hat mir erklärt, wie die ganze Technik funktioniert und wie ich damit arbeite", sagt Darian. Die eigene Vergangenheit als professionelle Balletttänzerin ermögliche es ihr dabei, so nah wie wenige andere Fotografen in die Welt ihrer Modelle einzutauchen.

Und so sieht das aus:

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Darian weiß aus erster Hand, wie hart das Training ist. Sie sieht, wenn ein Tänzer einen Fehler macht und erkennt, wie die Körperhaltung verändert werden muss, um ihn zu korrigieren. "Manchmal fühle ich mich wie eine Bildhauerin", sagt Darian.

Um das perfekte Foto zu schießen, modelliere sie die Positionen ihrer lebendigen Fotomotive, verschmelze mit ihnen auf der Bühne. "Genauso wichtig ist es aber auch, den Tänzern Raum für Improvisation zu lassen", sagt die Russin.

Und gerade hinter der Bühne gehe es nicht mehr um Perfektion.

Genauso wie makellose Körper zeigen Darians Fotos blutige Füße, Verletzungen und abgetragene Schläppchen. "Die geschundenen Zehen einer Tänzerin will niemand sehen", sagt die Fotografin. Das Ballett aber habe diese Kehrseite.

Hier kannst du dir Darians Fotos anschauen:

Für Darian sei sie weder abstoßend noch schrecklich.

"Die wunden Füße zeigen, dass auch ein starker Körper zerbrechlich ist, dass Ballett Schönheit und harte Arbeit vereint", erklärt sie. Ihre Fotos sollen die Spuren der Disziplin sichtbar machen. "Ich sehe sie und empfinde unglaublichen Respekt für die Tänzer. Das möchte ich auch beim Zuschauer erreichen", sagt Darian.

Wenn die Fotografin auf dem Boden der Bühne sitzt und fotografiert, bewegen sich ihre Füße noch immer ganz von selbst wie die der Ballerinas. Wieder professionell Tanzen möchte Darian aber nicht mehr. Durch ihre Fotografie bleibe sie dennoch Teil dieser Welt – einer Welt, in der Ballett die universale Sprache sei.

"Mein Traum ist es, ein internationales Projekt mit Tänzern aus verschiedenen Ländern auf die Beine zu stellen", sagt die 27-Jährige.

Eine Erfahrung habe sie als Tänzerin besonders geprägt.

Mit Ballerinas verschiedener Nationen tanzte Darian im "Schwanensee" in München. Zeitgleich begann die Krimkrise. "Die politischen Spannungen zwischen Russland, der Ukraine und Europa haben alle beschäftigt", erinnert sie sich.

Die Harmonie der Gruppe sei aber stärker gewesen als das Elend auf der Krim. Die Tänzerinnen hätten zusammengehalten und an sich geglaubt, tanzten wunderbares Ballett.

"Mich hat der Gedanke überwältigt, dass Kunst nicht aufhören wird, zu existieren – trotz allem."


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