Bild: dpa/Frank Rumpenhorst

10.02.2018, 10:24 · Aktualisiert: 10.02.2018, 16:15

Seit Wochen diskutiert der Fußballverein Eintracht Frankfurt, ob AfD-Politiker Mitglieder werden dürfen. Die Haltung: Fußball steht für Toleranz, Anhänger einer rassistischen Partei haben daher im Stadion nichts zu suchen. Das Problem: Mitglieder einer nicht verbotenen, demokratischen Partei auszuschließen, ist trotzdem ein harter Schritt.

Jetzt hat Eintracht-Präsident Peter Fischer seiner Meinung Ausdruck verliehen – und zwei Mitgliedsanträge von AfD-Politikern abgelehnt.

Die hessischen AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann wollten der Eintracht beitreten. Nun gingen die Ablehnungsbescheide per Post raus.

Die entsprechenden Briefe wurden bereits am Mittwoch verschickt. Die Eintracht bestätigte der Hessenschau die Entscheidung, kommentierte sie aber nicht weiter. Zuvor hatte der Vereinschef Fischer jedoch gesagt, die Partei sei nicht mit den Werten der Eintracht vereinbar:

Wir stehen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung. Da passt die AfD nicht rein.
Peter Fischer

Die AfD selbst äußerte sich am Freitag in einem Statement. Man habe drei Mal mit Eintracht-Chef Fischer ins Gespräch kommen wollen – doch der Fußballclub habe nicht reagiert. AfD-Mann Lambrou sagt:

Fischer hat eine mutlose Entscheidung getroffen, für die er vierzig Tage benötigte.

Lambrou und Herrmann hatten sich bereits Ende Dezember als Mitglieder beworben. Nun erst erfolgte die Ablehnung.

Auch der HSV will keine AfD-Mitglieder haben. Das hält unser Autor Simon davon:


Style

Badelatschen für die Antifa: Welche Kleidung ist linksradikal?

10.02.2018, 10:10 · Aktualisiert: 11.02.2018, 12:17

Frauen wird ein Shirt mit einem Cartoon-Hasen empfohlen, der eine Kneifzange hält. Es heißt "Sabotagehäschen". Und für ihn gibt es ein Motiv, in dem eine Faust ein Hakenkreuz zertrümmert. Darunter der Schriftzug: "Gegen besorgte Bürger".

Die Motive sind für Konsumenten gedacht, die sich mit der linksextremen Szene identifizieren. Sie findet, wer Onlineshops wie "Black Mosquito" und "Roter Shop" durchstöbert. Die Versandhandel haben sich auf Mode mit linken Botschaften spezialisiert. 

Was man dort findet: Marken wie "Opór", "True Rebel" und "Mob Action".