30.06.2018, 17:33 · Aktualisiert: 02.07.2018, 09:56

Held des Tages

Er ist 19 Jahre alt, er ist Multimillionär – und er hat ein großes Herz.

Kylian Mbappé vom französischen Meister Paris St. Germain hat gegenüber der französischen Sportzeitung L'Equipe angekündigt, seine kompletten WM-Prämien an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Mbappé verdient jährlich rund 18 Millionen Euro Gehalt – abgehoben scheint er aber keinesfalls. (Goal/Welt)

Wer bekommt das ganze Geld?

Der 19-Jährige Stürmer unterstützt die Organisation Premiers de Cordées. Das Projekt, das sich um Sportmaßnahmen für Kinder im Krankenhaus sowie die Betreuung von Behinderten in Schulen und Gemeinden bemüht, wird schon seit längerem von Mbappé unterstützt.

Wieviel Geld kommt bei der Aktion rum?

20.000 Euro sollen die Spieler der französischen Nationalmannschaft pro WM-Einsatz kassieren. Obendrauf gibt es noch Prämien beim Erreichen des Finales oder dem Titelgewinn. Verglichen mit den Summen, die Mbappé in seinem Verein verdient, ein durchaus geringer Betrag. Dennoch sendet er mit dieser keinesfalls selbstverständlichen Geste ein bemerkenswertes Signal an junge Arbeitskollegen und Fans.

Kylian Mbappé hat mit der französischen Nationalmannschaft gute Chancen auf den WM-Titel.

Kylian Mbappé hat mit der französischen Nationalmannschaft gute Chancen auf den WM-Titel.


Fühlen

Warum sind Menschen im Flieger und in der Bahn so kinderfeindlich?

30.06.2018, 17:18 · Aktualisiert: 30.06.2018, 18:17

Wir müssen reden.

Freitagmorgen, 7 Uhr 45: Ich sitze im Flugzeug von Berlin nach Frankfurt. Eine Frau mit zwei Kindern steigt ein, als alle schon auf ihren Plätzen sitzen. Es gibt keine freien Plätze mehr nebeneinander. Die Kinder sind unruhig, quengeln

Für die etwa 60 Männer in dunklen Anzügen, die ebenfalls im Flieger sitzen, ist das kein Grund aufzustehen und sich für die Familie umzusetzen. Stattdessen: Böse und genervte Blicke, einige stecken Kopfhörer in die Ohren. Die Familie steht ratlos im Gang.

Diese Situation habe ich nicht nur einmal erlebt. Ich sehe es so und so ähnlich fast jeden Tag: im vollen ICE, in der U-Bahn, im Café. Mütter und Väter mit Kindern werden genervt angeschaut, ein Seufzen, ein Stöhnen, meine Güte, was sind so Kinder doch nervig