Bild: Reuters / Paul Hanna

Queer

Madrid zeigt lesbische und schwule Paare auf den Ampeln

07.06.2017, 09:02 · Aktualisiert: 07.06.2017, 10:11

In der spanischen Hauptstadt Madrid bekommen 288 Ampeln schwule und lesbische Ampelpärchen – pünktlich zum Christopher Street Day. Mit der Aktion will die Stadt ein Zeichen für Gleichberechtigung und Toleranz setzen. Die früher erzkonservative Stadt ist in diesem Jahr Veranstaltungsort der World Pride, einer internationalen Parade von LGBTQ. (El Pais)

Die Aktion zeigt, wie sehr sich Spanien in den letzten Jahren verändert hat. Bis vor noch einem Jahr durfte beim Christopher Street Day in Madrid noch nicht einmal die Regenbogenflagge gehisst werden. Doch seitdem die konservative Stadtregierung nach über 20 Jahren abgewählt wurde, verändert sich Madrid rasant. Die neuen Ampeln sollen jetzt ein Symbol der Stadt werden – so ähnlich wie die DDR-Ampelfiguren in Berlin.

Als ich die neuen Ampelmännchen sah, musste ich an Berlin denken
Toni Poveda, Organisator der Gay Pride

Ähnliche Aktionen gibt es übrigens auch in Deutschland:

Wenn es nach den Aktivisten in Madrid geht, sind die lesbischen und schwulen Paare auf den Ampeln übrigens erst der Anfang. Sie haben schon weitere Pläne - in Zukunft soll es auch Zebrastreifen in Regenbogenfarben geben.

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Gerechtigkeit

Ist biodeutsch nur ein anderes Wort für Arier?

06.06.2017, 18:52 · Aktualisiert: 12.06.2017, 14:17

Was hinter dem neuen Wort steckt

Es gibt ein neues Wort: biodeutsch. Die einen verwenden es, um zu betonen, wer eigentlich nach Deutschland gehört. AfD-Politiker wie der Greifswalder Rechtsprofessor Ralph Weber zum Beispiel. Der forderte von "links-grünen Weltverbesserern" und "Biodeutschen", sich für die "deutsche Leitkultur" einzusetzen.

Dahinter steckt die Vorstellung, nur wer von Deutschen abstamme, könne selbst Deutscher sein. Weil das Gesetz das allerdings anders sieht, müssen die Rechtspopulisten unterscheiden: zwischen Deutschen laut Gesetz und "Biodeutschen".