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Queer

Philipp ist schwul und so reagiert er auf blöde Sprüche

10.08.2017, 15:47 · Aktualisiert: 11.08.2017, 15:14

Abgeknicktes Handgelenk, affektiertes Luftzugewedele und nasale Stimme – so geht das Klischee von der schwulen Tucke. Alles nur Spaß? Nein, immer noch haben Schwule mit Klischeedenken und Vorurteilen zu kämpfen. 

Auf dem Land ist die Toleranzgrenze teilweise sogar noch geringer (bento). Die Vorurteile ziehen sich durch das gesamte Alltagsleben. So dürfen Schwule kein Blut spenden, weil sie aufgrund ihrer Sexualität Aids haben könnten – auch wenn das Gesetz nun bald gelockert werden könnte (bento).

Philipp aus Gütersloh hat uns erzählt, welche Vorurteile er immer wieder hören muss und wie er mit ihnen umgeht.

Das geht auch anderen Menschen so, weswegen wir in unserer Serie LGBT erzählen lassen, welche Fragen sie nicht mehr hören können und wie sie darauf antworten. In der letzten Folge:

Mia berichtet von den Vorurteilen, mit denen sie als Lesbe zu kämpfen hat:


Gerechtigkeit

In Indien formt sich eine neue Frauenbewegung

10.08.2017, 15:38 · Aktualisiert: 13.08.2017, 17:45

Für Manjari ist Freiheit eine Zeitspanne. Sie dauert 12,5 Stunden, von sieben Uhr morgens bis halb acht am Abend. In dieser Zeit sind die Käfigtüren offen, abends schließen sie. Manjari ist eine Gefangene auf Freigang. Dabei hat sie nie eine Straftat begangen. 

Ihr einziges Vergehen, wenn man so will, ist, eine Frau zu sein.

Manjari ist 21, in Indiens Haupstadt Neu-Delhi studiert sie Wirtschaft im sechsten Semerster. Sie kommt aus Lacknau, einer Dreimillionenstadt 530 Kilometer südwestlich. Ihre schlanken Beine stecken in schwarzen Shorts, sie blickt schüchtern aus kohleschwarzen Augen. Wie die meisten zugezogenen Studentinnen lebt sie in einem Wohnheim für Frauen. Und darf abends eigentlich nicht mehr auf die Straße.