Queer

Der "Playboy" macht zum ersten Mal ein Transgender-Model zum Playmate

20.10.2017, 12:33 · Aktualisiert: 20.10.2017, 14:32

Und viele Leser haben ein Problem damit.

Die 26-jährige Ines Rau wird Playmate in der November/Dezember-Ausgabe des "Playboy". Das gab das Magazin auf Twitter bekannt. Die Französin ist das erste Transgender-Model in der 64-jährigen Geschichte des Magazins, das diesen Titel bekommt.

Ihr Foto wird in der Mitte des Playboys zu sehen sein, als sogenannter "Centerfold".

Der "New York Times" sagte Rau:

Ich musste daran denken, wie ich einst dieser kleine einsame Junge im Ghetto war, im Schatten seines Zimmers. Und nun (...) lasse ich mich für den Playboy fotografieren und fühle mich großartig. Ich musste vor Freude weinen.
Ines Rau

So präsentiert sich Ines Rau auf Instagram:

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Es ist nicht das erste Mal, dass der "Playboy" ein Transgender-Model interviewt und ihre Fotos abbildet. Selbst Ines Rau war bereits 2014 im Magazin zu sehen, allerdings nicht als Playmate.

Viele Feministen werfen dem "Playboy" vor, Frauen wie Schmuckstücke auszustellen und so zu einem gesellschaftlichen Klima beizutragen, dass sie als Objekte behandelt (mehr dazu hier bei bento).

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Dennoch hat der kürzlich verstorbene Gründer Hugh Hefner bereits früh Transgender-Models unterstützt und in seinem Magazin gezeigt. Die erste war Caroline Cossey, genannt Tula. Die Transgender-Frau war bereits 1981 gemeinsam mit anderen Frauen im "Playboy" zu sehen. Damals war sie noch nicht als Transgender genannt.

Anschließend outeten Boulevard-Blätter sie gegen ihren Willen, Cosseys Karriere stand vor dem Aus – bis Hugh Hefner 1991 Cossey erneut im "Playboy" zeigte. Mächtige Unternehmen hatten zuvor gedroht, keine Werbung mehr im Playboy zu kaufen, erzählte Cossey der Huffington Post. Hefner war es letztendlich egal. Er zeigte die Bilder nach mehrmonatiger Verzögerung trotzdem:

Ich war weltweit auf dem 'Playboy'-Cover und die Auswirkungen waren riesig – ich danke Hugh dafür.
Caroline Cossey

Dass nun wenige Wochen nach dem Tod von Hugh Hefner erneut ein Transgender-Model gezeigt wird, gefällt nicht allen Lesern. Auf Instagram hetzten Menschen gegen Transgender und schrieben, Hugh Hefner "würde sich im Grab" umdrehen, wenn er von Raus Fotos im "Playboy" wüsste.

Cooper Hefner, Sohn von Hugh Hefner, verteidigte am Donnerstag seine Entscheidung. Es sei unglaublich, wie wenig die Leute verstünden, was sein Vater versucht habe, zu erreichen", sagte er der "New York Times". Hefner habe sich immer für eine offene Auseinandersetzung mit Sexualität eingesetzt.


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