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15.06.2018, 08:28 · Aktualisiert: 15.06.2018, 08:29

Ja, es gibt eine "schwule Gläserne Decke".

Frauen kennen das Phänomen der "Gläsernen Decke" seit Jahren. Egal, wie sehr sie sich im Job bemühen – irgendwann ist auf der Karriereleiter Schluss und die oberen Etagen können sie nur wie durch eine Scheibe betrachten.

Tatsächlich trifft die "Gläserne Decke" nicht nur Frauen, sondern auch Angehörige von Minderheiten und verschiedener sexueller Orientierung. Nun haben deutsche Forscher genauer untersucht, welche Karrierechancen schwule Männer haben – mit traurigem Ergebnis.

Für Homosexuelle gibt es eine Art "schwule Gläserne Decke", sagen die Forscher. Und die durchbricht in seiner Karriere nur, wer deutlich besser gebildet ist als Heteros in vergleichbaren Positionen.

Das ist das Ergebnis einer Datenanalyse des Bonner IZA Institute of Economics.

Die Forscher haben sich Daten einer britischen Haushaltserhebung von 2009 bis 2014 angeschaut – mit insgesamt mehr als 600.000 Männern im arbeitsfähigen Alter. 6000 davon beschreiben sich selbst als schwul, bisexuell oder einer anderen Orientierung angehörend.

Die Ergebnisse:

  • Schwule Männer verweilen länger auf unteren Führungsebenen. Heterosexuelle Männer steigen schneller auf.
  • Um den Aufstieg zu schaffen, müssen Schwule deutlich mehr Leistung zeigen als Heteros in gleicher Position.

Die Forscher untersuchten auch die "Gläserne Decke" in Bezug auf Frauen und Schwarze.

Für sie gilt die "gläserne Decke" ebenfalls weiterhin – und es gebe auch Überschneidungen. So habe ein schwarzer Schwuler noch mal deutlich schlechtere Chancen, Karriere zu machen, als ein weißer Schwuler.


Grün

EU will endlich Palmöl in Treibstoffen verbieten

15.06.2018, 08:19 · Aktualisiert: 15.06.2018, 11:33

Das wurde mal eben um 4 Uhr morgens beschlossen.

Die Europäische Union geht endlich den Klimaschutz an. Und hat sich selbst neue Ziele für das Jahr 2030 gesteckt: Statt 27 Prozent soll Ökoenergie dann bereits 32 Prozent des gesamten Bedarfs decken. Und der Ausstoß von Kohlendioxid um mindestens 40 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen. 

Ein weiterer großer Erfolg der EU-Verhandlungen: Die Förderung von Palmöl soll endlich auslaufen.

Auf dieses Umweltpaket einigten sich Unterhändler von Europaparlament und EU-Kommission bereits mitten in der Nacht zum Donnerstag. (Hier kannst du die Ergebnisse einsehen)