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Queer

Wie Australier mit ihren Hunden für die Ehe für alle kämpfen

29.09.2017, 15:23 · Aktualisiert: 29.09.2017, 15:57

#doggos4yes

Kanada, USA, Großbritannien, Deutschland – diese Länder haben in den vergangenen Jahren die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert. Australien könnte nun folgen:

Allerdings ist es bis dahin ein Weg mit vielen Hürden.

Denn obwohl sich 72 Prozent der Australier für die gleichgeschlechtliche Ehe aussprechen, zierte sich die konservative Regierung unter Premier Malcolm Turnbull lange, eine Entscheidung zu treffen. (australianmarriageequality.org)

Erst sollte es daher ein Referendum geben, das war dem australischen Senat allerdings zu teuer. Stattdessen startete im September eine Bevölkerungsumfrage – per Brief. Das Problem: Diese Art der Befragung ist unverbindlich, das Ergebnis kaum repräsentativ und das Parlament muss sich bei der Abstimmung nicht an die Meinung der Bürger halten. (SPIEGEL ONLINE)

Mal ganz davon abgesehen, dass die Ehe für alle ein Menschenrecht ist – über das nicht abgestimmt werden sollte.

Aktivisten kämpfen nun mit einer sehr wirkungsvollen Waffe gegen Homophobie: ihren Hunden.

Dackel mit Regenbogen-Halstuch, Collies mit Regenbogen-T-Shirts – unter #doggos4yes finden sich Dutzende Fotos von Vierbeinern, die mit ihren Herrchen für die gleichgeschlechtliche Ehe einstehen.

Hier kannst du dir die Hundeaktivisten anschauen:

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Ein Vierbeiner wurde dabei zu einem besonderen Vorbild: Welpe Mack aus Melbourne.

Das ist er:

Der Anlass ist allerdings eher traurig: Als der Rüde mit Regenbogen-Halstuch mit seiner Hundesitterin durch einen Park spazierte, versuchte ein Passant, ihn zu treten. Der Angreifer beschimpfte die Hundesitterin mit homophoben Beleidigungen und bezeichnete sie als "zurückgeblieben und gefährlich" (Herald Sun).

Besitzerin Claire Sutherland versicherte nun auf Twitter: Mack und seine Hundesitterin hätten den Angriff heil überstanden. Der Tritt des Passanten sei daneben gegangen, Mack habe den Angriff gar nicht wahrgenommen. Die Doggo-Gemeinschaft zeigte sich solidarisch:

Das Ergebnis der umstrittenen "Briefwahl" soll im November bekannt gegeben werden.

Noch jemand, der sich gegen die Zurückhaltung der Regierung stellt – Ben & Jerry's haben eine Art Eisverbot verhängt:


Trip

Elon Musk will dich mit einer "verfickt großen Rakete" von Stadt zu Stadt fliegen

29.09.2017, 12:49

Eigentlich sollte es um Reisen zum Mond und zum Mars gehen, doch dann zog er noch eine Überraschung aus dem Ärmel: Der Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk kündigte am Freitag auf einer Weltraum-Konferenz in Australien an, bald Städte-Fernreisen per Rakete anzubieten. 

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 27.000 Stundenkilometern könnte man damit die Strecke New York-Shanghai in 39 Minuten zurücklegen.

Von London nach New York käme man in unter 30 Minuten. 

Der Preis für einen Flug soll nach Aussagen Musks nicht teurer sein als ein herkömmliches Economy-Flugticket.