Bild: Imago

Queer

Standesämter bekommen ein Ehe-Update

28.08.2017, 18:46 · Aktualisiert: 29.08.2017, 17:00

Konnte ja keiner ahnen!

Die Ehe für alle ist endlich da! Nachdem der Bundestag im Juni überraschend der Gesetzesvorlage zugestimmt hat, dürfen ab dem 1. Oktober nun die ersten gleichgeschlechtlichen Paare heiraten.

Doch es gibt ein Problem.

Denn die Standesämter sind auf die neue Situation noch gar nicht richtig vorbereitet.

Wie so oft in Behörden, arbeiten sie mit etwas behäbiger Software. Und ebenfalls wie so oft, dauern selbst die kleinsten Änderungen sehr, sehr lange. Beides trifft in diesem Fall zu.

Die Software der Standesämter sieht nur Hetero-Pärchen vor. Das bedeutet: Wenn ab Oktober zwei Männer oder zwei Frauen heiraten wollen, muss einer von ihnen das andere Geschlecht annehmen – zumindest im System. Das berichtete die dpa in Bezug auf die Standesämter in Berlin.

Wir haben bei Standesämtern in verschiedenen Städten nachgefragt. Die Antwort: "In den meisten deutschen Städten wird dieselbe Software verwendet", sagte Nicole Trum, Pressesprecherin der Stadt Köln, zu bento – also gebe es auch überall dieselbe Schwierigkeit.

Das Programm soll nun aber ein neue Version bekommen. Aber, wie die dpa zunächst berichtete, dauert das noch: Erst im Herbst 2018 solle die Technik kein Problem mehr mit der gleichgeschlechtlichen Ehe haben.

Update: Am Dienstag teilte das verantwortliche Software-Unternehmen auf seiner Homepage mit, an dem Update sei bereits gearbeitet worden. Die Testversionen stünden den Standesämtern ab dem 30. August zur Verfügung, die endgültige Version solle bis zum 1. Oktober ausgerollt sein. Also genau pünktlich.


Today

Nach G20: Gericht verurteilt Flaschenwerfer zu mehr als 2,5 Jahren Haft

28.08.2017, 17:53 · Aktualisiert: 28.08.2017, 21:33

Der Verurteilte ist 21 Jahre alt

Ein 21-jähriger Mann aus den Niederlanden ist am Montag in Hamburg zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Bei der "Welcome to hell"-Demonstrantion gegen den G20-Gipfel hatte er laut Anklage zwei Glasflaschen auf Polizisten geworfen und sich gegen seine Festnahme gewehrt. Außerdem wurde ihm schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.