Queer

Chelsea Manning kommt in die Vogue

11.08.2017, 12:17 · Aktualisiert: 11.08.2017, 12:17

Warum das alles andere als selbstverständlich ist.

Wenn es nach Trump ginge, säße sie jetzt im Knast. Tut es aber nicht. Stattdessen wird Chelsea Manning in der September-Ausgabe der "Vogue" sein. Die 29-Jährige ist neben Edward Snowden die vielleicht bekannteste Whistleblowerin der Welt. Außerdem Trans. Und selbstbewusst.

Auf Instagram zeigte sie jetzt im roten Badeanzug, wie die Aufnahmen für die "Vogue" aussehen werden:

Gemacht wurden die Bilder nach Angaben der Vogue von Starfotografin Annie Leibovitz. Mit dem blonden Pixie-Cut und ihrem dunkelroten Badeanzug zeigt Manning ihr Stilbewusstsein. Das ist schön.

Wirklich wichtig ist aber, was unter dem Foto steht:

Ich schätze, so sieht Freiheit aus
Chelsea Manning

Das Statement zeigt, wie frisch die Freiheit für Chelsea Manning immer noch ist. Auf vielen Ebenen.

Erst im Januar wurde sie, quasi als letzte Amtshandlung und in letzter Minute, vom damaligen Noch-Präsident Barack Obama begnadigt.

Zuvor saß sie bereits sieben Jahre einer 35-jährigen Haftstrafe ab – weil sie als Soldatin im Irak tausende Dokumente an WikiLeaks weitergab, die unter anderem die Tötung von Zivilsten belegten. Konservative hassen sie dafür noch heute.

Chelsea Manning, die als Bradley geboren wurde, nimmt sich schon seit ihrer Kindheit als Frau war. Doch im Gefängnis verboten ihr die Behörden mehrere Jahre lang eine Hormonbehandlung, lange Zeit musste sie mit Kurzhaarschnitt in einer Männer-Haftanstalt einsitzen. Manche Menschenrechtler stuften diese Behandlung als Folter ein.

Auch deshalb sind die Fotos ein wichtiges Zeichen für viele LGBTQ und für die Freiheit grundsätzlich. Gerade in dieser Zeit.

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