Bild: Kate T. Parker

26.02.2018, 19:19

Jungs spielen im Schlamm Fußball, Jungs rennen mit aufgeschlagenen Knien und glühenden Wangen über Felder. Jungs sind wild, entschlossen und furchtlos.

Und Mädchen? Auch! Und wie.

Wie entschlossen und furchtlos sie sein können, beweist Kate T. Parker mit ihren Bildern. Die Amerikanerin hat mehr als 175 Mädchen fotografiert und damit ein ganzes Buch gefüllt. Das Fotoprojekt "Wilde Mädchen" soll mit Geschlechter-Stereotypen aufräumen.

(Bild: Kate T. Parker )

Die Bilder zeigen Mädchen beim Fußballspielen im Park, mit schmutzigen Gesichtern oder fasziniert über ein Mikroskop gebeugt. Parker wollte Momente festhalten, in denen Mädchen einfach sie selbst sind – dann nämlich seien sie am schönsten.

Sie gingen ihrer Leidenschaft nach. In diesen Situationen waren sie selbstbewusst und stark. Sie machten sich keine Gedanken über ihr Aussehen.

(Bild: Kate T. Parker)

(Bild: Kate T. Parker)

Zuerst fotografierte Parker ihre beiden Töchter und deren Freundinnen. Nach und nach entstand daraus eine Serie, die sie schließlich in ein Buch verwandelte. Es soll eine Botschaft an alle Mädchen und Frauen sein.

"Sie sollen wissen, dass sie genug sind", sagt die Fotografin. "Sie sollen verstehen, dass sie sich nicht verändern müssen".

Als Mutter von zwei Töchtern, die mit Snapchat, Instagram und Photoshop aufwachsen, habe Parker gemerkt, dass ihre Botschaft heute wichtiger sei als je zuvor.

"Das Internet erhöht den Druck auf Mädchen Mit meinen Bildern will ich einen Ort und eine Botschaft erschaffen, die sie für das feiert, was sie wirklich sind", sagt sie. Und das sei eben nicht immer brav, süß und in rosa gekleidet.

Trotzdem ist ihr wichtig, auch dieses Verhalten nicht zu verbieten.

"Es ist nichts falsch daran, wenn Mädchen sich entsprechend der Geschlechtsklischees verhalten. Aber wenn ein Mädchen selbstbewusst und wild ist, ist das genau so schön." ​​
Kate T. Parker

Den Mädchen das zu vermitteln sei gar nicht so einfach, der Einfluss von außen enorm, meint Parker. Es gebe so viele Stimmen, die Mädchen und Frauen einreden wollen, wer oder wie sie sein sollen, was weiblich ist. Die Fotografin sagt:

Aber die eigene Weiblichkeit ist nicht davon abhängig, wie du aussiehst oder wie du dich kleidest. Deine Weiblichkeit ist deine Identität. Sie äußert sich in dem, was du machst, wie du dich verhältst und was du liebst.

In dieser Slideshow findest Du eine Auswahl der Fotos aus Parkers Projekt:

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Statt auf die Stimmen in sozialen Medien, Film und Werbung zu hören, ermutigte die Fotografin die Mädchen, ganz gezielt über sich selbst nachzudenken – "darüber nachdenken, was sie am liebsten machen würden, wenn man sie einfach ließe." Worin sie gut sind, was sie lieben, ihre Leidenschaft.

Das Buch ist auf Deutsch ab sofort beim mvg Verlag erhätlich

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26.02.2018, 19:03

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