Bild: Human Rights First

Gerechtigkeit

Hier sprechen schwule Männer über ihre Folter in Tschetschenien

25.04.2017, 08:11 · Aktualisiert: 25.04.2017, 11:39

Seit Wochen gibt es Gerüchte über die Verfolgung von Homosexuellen in Tschetschenien. Die autonome Republik im Süden Russlands soll systematisch schwule Männer jagen und foltern. 

Jetzt hat eine Menschenrechtsorganisation Statements von Männern gesammelt – und lässt sie von anderen Schwulen vorlesen, die mittlerweile fliehen konnten. Die Aussagen sind Zeugnisse brutaler Gewalt. "Sie haben mich ausgezogen", erzählt einer. "Drei schlugen auf mich ein. Traten nach mir, brachen meinen Kiefer."

  • Bereits vor drei Wochen tauchten erste Medienberichte aus der Region auf. Demnach sei es zur Massenverschleppung von mehr als hundert Männern gekommen. (Novaya Gazeta)
  • Drei Männer sollen bei den Übergriffe gestorben sein.
  • Den Männern wurde ihre "nichttraditionelle sexuelle Orientierung" vorgeworfen. Mit der Formulierung wird in Russland Homosexualität umschrieben. Offiziell wird Homosexualität verleugnet.
  • Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte wandte sich mit einem Aufruf direkt an Russland, Druck auf die Führung in Tschetschenien zu machen. Die Schwulen-Jagd müsse gestoppt werden, heißt es darin (bento).

Das Video wurde jetzt von der US-Menschenrechtsorganisation Human Rights First in Kooperation mit der russisch-amerikanischen LGBT-Vereinigung Rusa aufgenommen. Unter dem Hashtag #EyesOnChechnya wollen sie Aufmerksamkeit für die Lage der LGBT-Community in der kleinen Republik schaffen.

Im Video kommen Männer zu Wort, die mittlerweile in den USA leben. Sie sind geflohen und hoffen auf Asyl – und verlesen im Video Statements von jenen Männern, die jüngst Gewalt in Tschetschenien erlebt haben. Die aktuellen Aussagen wurden von Novaya Gazeta protokolliert.

Hier könnt ihr das Video sehen:

Mehr zum Thema:

Hinweis: In einer früheren Version des Textes hatten wir falsch suggeriert, dass die Männer im Video eigene Erlebnisse schildern. Das haben wir geändert.


Grün

Auf diesem Foto versteckt sich eine giftige Schlange. Findest du sie?

25.04.2017, 08:09

Wimmelbilder sind eigentlich ein großer Spaß: Viel Unordnung, viele Farben – und mit konzentriertem Blick findet man irgendwann die kleinen, versteckten Überraschungen im Bild.

Die Doktorantin Helen hat auf Twitter auch ein, äh, Wimmelbild geteilt. Helen studiert am Florida Institute of Technology Biologie, mit Spezialisierung auf Schlangen. Das, was bei ihrem Bild wimmelt, ist ein Nordamerikanischer Kupferkopf – eine sehr giftige Vipernart.