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Gerechtigkeit

"Es war ein sehr langes Grabschen": Taylor Swift erzählt vor Gericht von sexueller Belästigung

11.08.2017, 12:52 · Aktualisiert: 11.08.2017, 13:46

In den USA steht gerade ein Radiomoderator vor Gericht, weil er Taylor Swift sexuell belästigt haben soll. Jetzt hat die Sängerin erstmals ausgesagt, was genau passiert ist. (New York Times)

  • Taylor Swift traf den Radio-DJ David Mueller 2013 vor einem Konzert in Denver.
  • Sie posierte für ein Foto neben Mueller und dessen Freundin.
  • Dabei habe er ihr an den Po gefasst.

Jetzt beschreibt sie, was genau passiert sein soll:

Er ließ seine Hand auf meinem nackten Hintern, während ich mich umständlich von ihm wegbewegte.
Taylor Swift
Eine Gerichtszeichnung zeigt Swift im Gespräch mit ihrem Anwalt. Im Hintergrund sind der frühere Radiomoderator David Mueller (l.) und der Richter zu sehen.

Eine Gerichtszeichnung zeigt Swift im Gespräch mit ihrem Anwalt. Im Hintergrund sind der frühere Radiomoderator David Mueller (l.) und der Richter zu sehen. (Bild: picture alliance / Jeff Kandyba)

Swift habe zuerst gedacht, es sei ein Versehen. "Ich habe mich sehr schnell zur Seite gedreht", schilderte die Sängerin die Situation vor Gericht. Demnach habe der Angeklagte seine Hand unter ihre Kleidung gleiten lassen: "Es war ein sehr langes Grabschen". Danach sei "ein Licht" in ihrer Persönlichkeit erloschen.

Mueller hatte bereits zuvor die Gelegenheit, seine Version des Treffens zu schildern – er streitet die Vorwürfe ab.

Der DJ habe sie lediglich mit der Faust an "Brustkorb, einer Rippe oder den Rippen" berührt.

Gegen Swift hat er eine Gegenklage eingereicht: Ihre falschen Anschuldigungen hätten ihn um ein Jahresgehalt von 150.000 Dollar gebracht. Mueller war zwei Tage nach dem Vorfall bei seinem Radiosender gefeuert worden.

Swift hatte Muellers Version nun klar widersprochen:

Er hat nicht meine Rippen gefasst. Er hat nicht meinen Arm gefasst. Er hat nicht meine Hand gefasst. Er hat meinen Hintern gegrabscht.

Warum ist das wichtig?

In dem Prozess geht es um eine symbolische Entschädigung in Höhe von einem Dollar, sagt Swifts Anwalt. Taylor Swift will so anderen Frauen zeigen, dass man sich gegen sexuelle Übergriffe wehren könne.


Queer

Chelsea Manning kommt in die Vogue

11.08.2017, 12:17 · Aktualisiert: 11.08.2017, 12:17

Warum das alles andere als selbstverständlich ist.

Wenn es nach Trump ginge, säße sie jetzt im Knast. Tut es aber nicht. Stattdessen wird Chelsea Manning in der September-Ausgabe der "Vogue" sein. Die 29-Jährige ist neben Edward Snowden die vielleicht bekannteste Whistleblowerin der Welt. Außerdem Trans. Und selbstbewusst. 

Auf Instagram zeigte sie jetzt im roten Badeanzug, wie die Aufnahmen für die "Vogue" aussehen werden: