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14.06.2018, 11:09 · Aktualisiert: 15.06.2018, 10:42

Schauspielerin Millie Bobby Brown hat ihren Twitter-Account gelöscht, weil in dem Netzwerk beleidigende Memes von ihr verbreitet werden: Menschen schreiben homophobe Sprüche auf Bilder von der Schauspielerin, offenbar finden sie es witzig, sie als LGBT-feindlich zu verunglimpfen.

Millie Bobby Brown ist vor allem als Eleven aus "Stranger Things" bekannt.

  • Die Schauspielerin setzt sich für die Rechte der LGBTQ-Community ein und unterstützte den "March For Our Lives", eine Protestbewegegung für schärfere Waffengesetze in den USA
  • Laut dem US-Magazin "Time" gehört sie zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt (bento).

Was ist passiert?

Im November 2017 entstand der Hashtag #TakeDownMillieBobbieBrown nachdem eine Twitter-Nutzerin behauptet hatte, die Schauspielerin habe ihr das Kopftuch heruntergerissen, als sie Brown nach einem gemeinsamen Foto gefragt habe.

Dabei handelte es sich allerdings offenbar um eine Lüge. Eine andere Twitter-Nutzerin fand heraus, dass sie nicht mal auf ihrem Profilbild ein Kopftuch trägt. Daraufhin löschte die Frau den Tweet, der Hashtag verbreitete sich trotzdem.

Der genaue Ursprung der Memes ist nicht bekannt. Einige Twitter-Nutzer deuteten an, dass es sich bei den Memes um Insider-Witze aus der LGBT-Community handele.

Spätestens Browns Rückzug zeigt nun, dass sie die Memes offenbar nicht witzig findet. Auf Twitter solidarisieren sich viele mit der 14-Jährigen und schreiben, dass es "widerlich" und "überhaupt nicht lustig" sei.

Brown ist nicht die einzige Schauspielerin, die im Netz Opfer von Mobbing wurde. Auch "Star-Wars"-Schauspielerin Kelly Marie Tran wurde von angeblichen Fans so lange gemobbt, bis sie sich gezwungen sah, alle Bilder ihres Instagram-Accounts zu löschen (bento).


Gerechtigkeit

Schluss mit sexistischer Werbung – jetzt greift Stockholm durch

14.06.2018, 11:05

Die schwedische Hauptstadt setzt ein Zeichen.

In Stockholm soll künftig keine sexistische Werbung mehr gezeigt werden. Das hat der Stadtrat am Montag beschlossen. Alle Parteien außer die rechtspopulistischen Schwedendemokraten stimmten für den Plan. (The Local)