Gerechtigkeit

Ein Museum will nicht, dass eine Besucherin ihr Baby stillt – das ist ihre Reaktion

13.08.2017, 12:50 · Aktualisiert: 13.08.2017, 13:53

Wenn ein Baby Hunger hat, dann sollte es gestillt werden – klar. Wobei, nicht alle scheinen das zu wissen: Ein Mitarbeiter eines Kunstmuseums aus London weiß es offenbar nicht.

In der Skulpturen-Ausstellung bat er eine Mutter, die gerade ihr einjähriges Kind stillte, umgehend die Brust zu bedecken. "Ich bin perplex", schrieb die Mutter daraufhin auf Twitter. "Man sah für eine Nanosekunde meinen Nippel und ich werde direkt gebeten, etwas drüber zu legen."

Doch wie lässt sich in einer solchen Situation möglichst schlagfertig reagieren?

Die Frau sah sich um – und bemerkte, dass sie sich in einer Halle voller Skulpturen befand, die völlig nackt oder zumindest mit unbedeckten Brüsten in der Gegend herumstanden.

Sie fotografierte die Figuren, lud die Fotos bei Twitter hoch und schrieb fiktive Dialoge dazu, die wohl nur in einem Museum geführt werden können, in dem Mitarbeiter die Besucherinnen bitten, etwas diskreter zu stillen.

"Entschuldigen Sie, würde es Ihnen etwas ausmachen, Ihre Brüste mit dieser Maske zu bedecken?"

"Ich werde Sie und Ihre nackten Brüste aus dem Museum werfen!" – "Aber ich bin aus Marmor!" – "Oh, na gut, dann ist es ok!"

"Diese ganzen nackten Brüste lenken die Leute vom Essen ab."

Binnen kürzester Zeit bekam die Mutter auf Twitter Unterstützung. "Wie sexistisch das ist, und das im Jahr 2017. Traurig", schrieb ein Nutzer unter einen der Beiträge. "Da ist eine Entschuldigung fällig", schrieb ein anderer.

Die gab es dann tatsächlich auch noch. "Tut mir sehr Leid", schrieb der Direktor des Museums. "Mütter dürfen bei uns stillen, wann und wo sie wollen."

Eine viel zu späte Reaktion – mittlerweile haben Hunderte die Beiträge der jungen Mutter geteilt. Viele feiern sie für den Mut, diese Geschichte öffentlich zu machen.


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Neonazis randalieren in US-Kleinstadt, eine Gegendemonstrantin getötet

12.08.2017, 21:33 · Aktualisiert: 14.08.2017, 13:54

Was ist los in Charlottesville?

Bei einem Aufmarsch von Neonazis in Charlottesville ist am Samstag eine Frau getötet worden. Ein Mann steuerte ein Auto in Gegendemonstranten. Bei den Ausschreitungen wurden außerdem 35 Menschen verletzt. Präsident Donald Trump beklagte daraufhin Gewalt "von beiden Seiten".

Was war am Samstag in Charlottesville los?