Bild: dpa/bento

12.08.2018, 15:55

Drei Zitate, die an ihr Engagement erinnern.

Eigentlich wollte Sophia L. von Leipzig zu ihrer Familie nach Bayern trampen, doch dort kam die 28-Jährige nie an. Unter großer Anteilnahme suchten ihre Angehörigen nach ihr – ohne Erfolg. Ein 41-jähriger Lastwagenfahrer aus Marokko, der Sophia unterwegs mitgenommen hatte, soll sie ermordet haben. Er sitzt derzeit in Spanien in Auslieferungshaft. (SPIEGEL ONLINE)

In einem Nachruf, den der "Tagesspiegel" veröffentlicht hat, verabschiedete sich jetzt ihre Familie von Sophia – und erinnerte dabei an die Werte, die der 28-jährigen Studentin wichtig waren.

Das sind die drei Zitate wichtigsten daraus:

Unerschütterlich im Glauben an das Gute in den Menschen und in ihrer aufrichtigen Überzeugung, für die richtige Sache einzutreten, bewegte sie mit ihrer herzlichen Ehrlichkeit und mit ihrer unermüdlichen Leidenschaft alle, die mit ihr zu tun hatten.

Damit erinnert die Familie an das Engagement von Sophia. Neben ihrem Studium hatte sich die 28-Jährige auch politisch und für Geflüchtete engagierte.

Bereits bei der Trauerfeier Anfang August hatte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, daran erinnert. Er kannte Sophia aus seiner Zeit als Professor in Bamberg. (SPIEGEL ONLINE)

Weiter heißt es im Nachruf:

Sie lebte uns vor, sich nicht mit den kleinen erreichten Kompromissen zufrieden zu geben.

Nach Sophias Verschwinden hatte ihre Familie unter großer Anteilnahme selbst mehrere Suchaufrufe gestartet. Für ihr Engagement in der Kirche und Gesellschaft wurden Sophia und ihre Verwandten immer wieder von rechten Hetzern angefeindet.

Sophias Bruder berichtete anschließend von Morddrohungen und lehnte eine Instrumentalisierung der Tat ab: "Sophia würde unter keinen Umständen wollen, dass auf ihre Kosten rassistische Hetze betrieben wird." (SPIEGEL ONLINE)

Im Nachruf erinnerte Sophias Familie jetzt erneut an die Werte, die ihr wichtig waren – gerade aufgrund des Hasses in der Gesellschaft:

Ihr Platz war (...) bei denen, die in unserer Gesellschaft nicht mithalten können oder wollen, die schwach sind, unterdrückt werden, flüchten mussten, irgendwie klein sind. Das war der rote Faden ihres Lebens.

Der ganze Nachruf von Sophias Familie ist hier nachzulesen.


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