10.07.2018, 16:00 · Aktualisiert: 11.07.2018, 17:00

2 Fragen zur Guerilla-Aktion

"Ismail-Yaşar-Straße", "Habil-Kilic-Platz", "Enver-Şimşek-Straße": In 20 deutschen Städten haben linke Aktivistinnen und Aktivisten rund 200 Straßenschilder überklebt und die Straßen somit umbenannt. Yaşar, Kilic, Simşek, sie alle sind Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) .

Was ist der Hintergrund der Aktion?

Der NSU war eine rechtsextreme Terrorzelle. Am Mittwoch soll im Prozess um ihn nach mehr als fünf Jahren Verhandlung das Urteil gesprochen werden. Im Fokus steht Beate Zschäpe als einzige Überlebende, ihre zwei Partner hatten sich das Leben genommen. Neben Zschäpe sind vier weitere mutmaßliche Helfer und Unterstützer angeklagt.

Bei den Menschen, nach welchen die Straßen umbenannt wurden, handelt es sich um ihre mutmaßlichen Opfer. Zehn Morde sollen die Rechtsterroristen zwischen 2000 und 2007 verübt haben.

Für die "Umbenennungen" seien vor allem Straßen ausgesucht worden, die durch die Nazizeit belastete Namen trügen und längst umbenannt werden müssten, teilte die Interventionistische Linke (IL) mit.

In der Stellungnahme hieß es außerdem:

Wir wollen damit das Ausmaß rassistischer Gewalt sichtbar machen und den Opfern des NSU und ihren Angehörigen Respekt erweisen.

Was fordern die Aktivisten?

Kritik äußerte die IL auch an den Behörden und der Bundesanwaltschaft. Diese habe die Aufklärung des Terrornetzwerks verhindert und staatliche Beteiligung vertuscht. Zudem kündigten die Aktivisten für Mittwoch und Samstag mehrere Demonstrationen an. Laut ihnen könne das Ende des Prozesses nicht auch das Ende der Aufklärung sein.

Nach wie vor bleiben viele Fragen offen, etwa, ob zum NSU noch weitere Menschen gehörten. Zudem gibt es massive Vorwürfe gegen die Behörden, beispielsweise zu fehlenden Aussagegenehmigungen für Geheimdienstler und geschredderten Akten.

Mit Material von dpa


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Alle Jungen und ihr Trainer sind aus der Höhle in Thailand gerettet worden

10.07.2018, 15:11 · Aktualisiert: 10.07.2018, 16:32

Das Drama in 3 Bildern.

Alle zwölf Spieler und der Trainer der Fußballmannschaft sind aus der überfluteten Höhle in Thailand gerettet worden – die letzten fünf von ihnen wurden nach insgesamt 17 Tagen in einer weiteren stundenlangen Rettungsaktion am Dienstag von Tauchern befreit. 

Die ersten vier der Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren waren bereits am Sonntag gerettet worden, am Montag folgten weitere vier. Ihnen geht es verhältnismäßig gut. Sie sollen aber noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben. 

Was war in der Höhle passiert?