Gerechtigkeit

Was eine muslimische Athletin zum Sport-Hidschab zu sagen hat

18.03.2017, 16:19 · Aktualisiert: 19.03.2017, 10:10

Anfang März gab die Sportmarke Nike bekannt, ein Sport-Hidschab für muslimische Frauen herauszubringen (bento).

Bei Twitter gab es sowohl positive Reaktionen: Viele bewerteten diesen Schritt als Gewinn für muslimische Frauen. Aber es gab auch Gegenreaktionen: Der Sport-Hidschab sei nur eine weitere Form der Unterdrückung.

Laut Mashable habe vor allem eine Athletin die Entwicklung eines Sport-Hidschabs inspiriert: Die 27-Jährige Amna Al Haddad, Gewichtheberin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Sie startete ihre Karriere als Gewichtheberin bereits 2007 und nimmt seit 2011 an offiziellen Wettkämpfen teil. Bei Facebook und Instagram veröffentlichte sie nun zu der ganzen Debatte ein wichtiges Statement. Darin erklärt sie ihre Rolle als muslimische Sportlerin:

"Die großen Firmen können uns und unseren Einfluss auf die Sportindustrie und die Welt einfach nicht mehr ignorieren."
Amna Al Haddad

Dann schreibt Amna weiter: "Aus meiner Perspektive als Athletin, die in Hijab angetreten ist, kann ich sagen, dass die großen Marken es lange nicht als notwenig angesehen haben. Es war einfach nicht 'populär' genug. Es wurde nicht wahrgenommen, dass Frauen in Hidschabs trainieren und antreten."

Amna setzt sich bereits seit dem Beginn ihrer professionellen Karriere für die Rechte von muslimischen Frauen im Sport ein. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio trat die US-Athletin Ibtihaj Muhammad als erste Sportlerin mit einem Hidschab im Fechten an.

Das sind übrigens die verschiedenen islamischen Kopfbedeckungen:

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dpa / Felix Hager
dpa / Gerry Penny
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Amna sieht den Sport-Hidschab als Gewinn für muslimische Athletinnen – und als Gewinn für ihren Kampf für Gleichberechtigung.

Vor allem für junge Sportlerinnen: "Es wird ganz bestimmt eine neue Generation von Sportlern ermutigen in den professionellen Sport einzusteigen. Und ohne uns Athleten, die dafür gekämpft haben, dass das passiert, würde Nike das nicht einfach machen.“

Hier kannst du das gesamte Statement von ihr auf Instagram lesen:


Tech

Die Bahn will jetzt auch in Regionalzügen kostenloses WLAN anbieten

18.03.2017, 16:12 · Aktualisiert: 18.03.2017, 17:17

Auf zwei Strecken wird das Angebot bereits getestet.

Seit einigen Monaten bietet die Bahn in ICE-Zügen kostenfreies WLAN an. Kunden der 1. Klasse surfen unbegrenzt, bei allen anderen wird ab einem bestimmten Volumen pro Tag gedrosselt (mehr dazu bei bento).

Jetzt soll der Service auch auf die Regionalzüge ausgeweitet werden. Die Sparte "DB Regio" will mit den Mobilfunkprovidern Telekom, Vodafone und Telefonica zusammenarbeiten, um 3G und 4G-Hotspots im Zug zu ermöglichen. Das Datenvolumen soll zunächst bei "normalem Surfverhalten" für etwa eine halbe Stunde reichen (DB Regio).