18.05.2018, 11:31

Und das in einer Stadt mit 60 Millionen Touristen im Jahr.

In New York hat ein Anwalt die Beschäftigten eines Restaurants rassistisch beschimpft – doch sie und auch andere Gäste ließen sich das nicht gefallen.

Nachdem einige der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Restaurants in Manhattan mit Kunden Spanisch gesprochen hatten, verfällt der Mann in eine Schimpftirade.

Er droht damit, die Einwanderungsbehörde anzurufen, weil die Beschäftigten angeblich illegale Einwanderer seien.

Das ist auf einem Handyvideo zu sehen, das Emily Serrano aufgenommen hatte, eine Stammkundin des Restaurants. (ABC News)

Der Mann spricht offenbar zu dem Manager des Restaurants "Fresh Kitchen" in Manhattan:

"Ihr Beschäftigten sprechen Spanisch zu Gästen, dabei sollten sie Englisch sprechen."

Jede Person, der er zugehört hatte, habe Spanisch gesprochen und er deutet auf umstehende Menschen: "Er hat es gesprochen, er hat es gesprochen, sie spricht es. Das ist Amerika."

Das Absurde: Der Mann beschwert sich ja nicht darüber, dass man mit ihm nicht Englisch gesprochen habe. Sondern dass andere untereinander nicht Englisch miteinander sprechen. Und das mitten in New York, einem Schmelztiegel der Kulturen mit mehr als 60 Millionen Touristen jährlich.

Hier siehst du das Video des Vorfalls:

Danach droht der Mann, die die amerikanische Einwanderungsbehörde zu rufen:

"Ich werde das verfolgen. Und meine nächste Vermutung ist, dass sie keine Papiere haben. Also werde ich die ICE rufen, damit jeder einzelne von ihnen aus meinem Land geschmissen wird."

Er wirft ihnen außerdem noch vor, auf seine Kosten in den USA zu leben – deshalb sollten sie wenigstens Englisch reden.

Als der Mann das Restaurant schließlich wütend verließ, klatschten die Anwesenden laut.

Wie US-Medien berichten, ist der Mann Anwalt in New York – und seitdem das Video veröffentlicht wurde, haben zwei Männer von weiteren rassistischen Vorfällen mit ihm erzählt. Einen Mann aus Massachusetts habe er als "hässlichen scheiß Ausländer" bezeichnet, einem ultra-orthodoxen Juden warf er vor, ein "Fake"-Jude zu sein. (CNN)

Zwei Politiker der Demokratischen Partei haben bereits offiziell Beschwerde gegen den Anwalt eingelegt. Wegen seiner Äußerungen solle er suspendiert werden oder es solle ihm seine Lizenz entzogen werden, forderte einer von ihnen. (Washington Post)

Was der traurige Vorfall zeigt: Die Stimmungsmache gegen Flüchtlinge in den USA verschärft deutlich den Umgang untereinander. Selbst in Metropolen wie New York.


Grün

US-Politiker behauptet: Meeresspiegel steigt, weil Steine ins Wasser fallen

18.05.2018, 10:46 · Aktualisiert: 18.05.2018, 12:39

Schon eine ziemlich komische Idee.

Dass der Klimawandel real ist, gilt als erwiesen. Schadstoffe in der Atmosphäre sorgen für einen Anstieg der Temperaturen, das sorgt auch für eine Ausdehnung der Wassermassen in den Meeren. Die Folge: Der Meeresspiegel steigt.

Fast alle renommierten Umweltforscher bestätigen diese Entwicklung. Hier haben 15.000 Forscher eine gemeinsame Warnung verfasst. Hier hat eine offizielle US-Behörde den Wandel bestätigt. Und hier hat sich ein Professor die Mühe gemacht, US-Präsident Donald Trump den Klimawandel möglichst kinderfreundlich zu erklären.

Trump gilt trotzdem als Skeptiker – wenn nicht gar Leugner – des Klimawandels. Und steckt damit andere Politiker an.