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04.06.2018, 18:37 · Aktualisiert: 04.06.2018, 20:27

Katja ist 19 – und würde gern bei ihren Eltern ausziehen. Doch das kann sich die Studentin aus Hamburg einfach nicht leisten. So geht es nicht nur ihr, sondern auch vielen anderen Menschen in Deutschland.

In Hamburg sind sie deswegen auf die Straße gegangen, um beim Mietenmove für mehr bezahlbaren Wohnraum zu kämpfen. Nach Angaben der Hamburger Polizei waren zwischen 2000 und 3000 Menschen dabei, die die Veranstalter sprechen von 8000 Teilnehmenden.

Warum ist der Wohnungsmarkt so angespannt?

  • Wohnraum als Kapital. Die besonders begehrten Lagen in Großstädten werden von immer weniger Menschen zum Leben genutzt. Denn hier entstehen zunehmend Luxuswohnungen statt bezahlbarer Wohnraum, in den Innenstädten entstehen mehr Penthäuser mit ein paar wenigen Wohnungen und großzügigen Panorama-Terrassen, statt Wohnsiedlungen mit vielen kleinen und mittelgroßen Wohneinheiten.
  • Mieten vs. Kaufen. Aufgrund der steigenden Preise sind immer mehr Investoren im Mietgeschäft – und diese sind mehr auf schnelle Einnahmen als auf langfristige Mieten aus. Daher wollen sie ihren Wohnraum schnell als Eigentum verkaufen. Für Mittel- und Geringverdiener meist keine Alternative zum Mieten.
  • Wohnen vs. Gewerbe. So ist es inzwischen in beinahe jeder größeren Innenstadt: Ein Einkaufstempel reiht sich an den nächsten und lässt kaum mehr Platz für Wohnraum.
  • Illegale Ferienwohnungen. Einige Wohnungseigentümer vermieten ihre Wohnungen an Touristen, für kurze Zeit, zu hohen Preisen. Das bringt mehr Geld als ein fairer Mietvertrag – und die Gefahr, dabei erwischt zu werden, wie man seine Wohnung zweckentfremdet, ist gering, auch wenn Städte wie München inzwischen eine Ermittlungskommission nur zu diesem Zweck gegründet haben.

Auf dem Hamburger Mietenmove haben wir nachgefragt: Wie viel bezahlst du für deine Wohnung – und was wünschst du dir von der Politik? Die Antworten gibt's im Video.


Musik

Die Toten Hosen brechen in ein Freibad ein, Anzeige ist raus

04.06.2018, 18:36 · Aktualisiert: 05.06.2018, 06:57

Diese Schlingel!

Es war heiß dieses Wochenende. (Wie heiß es wirklich war, zeigen diese Tweets.) Wer kann den Toten Hosen also vorwerfen, dass sie sich nach einem Konzert am vergangenen Samstag in Dresden erst einmal abkühlen wollten und in ein nahe gelegenes Freibad einbrachen? Normalerweise wird man dabei nicht erwischt, freut sich kurz und das war's.