Gerechtigkeit

So stellen sich Menschen in Berlin Abtreibungsgegnern in den Weg

17.09.2017, 12:20 · Aktualisiert: 20.09.2017, 11:00

Sie sind leise. Niemand brüllt Parolen, stattdessen laufen sie mit ihren weißen Kreuzen so hoch wie Türrahmen umher, ohne einen Ton von sich zu geben. 

(Bild: Paul Zinken / dpa)

Der Grund, warum am Samstag etwa 3000 Menschen in Berlin zusammengekommen sind: Beim "Marsch für das Leben" demonstrieren sie gegen die in Deutschland existierende Möglichkeit, bis zur 14. Schwangerschaftswoche abzutreiben.

Organisiert wird diese Demo vom Bundesverband für Lebensrecht – und unterstützt wird sie von der Jungen Union, der Jugendorganisation von CDU und CSU, und verschiedenen kirchlichen Einrichtungen. 

Auch die AfD spricht sich für die Demo aus: Beatrix von Storch war in den vergangenen Jahren bei dem Marsch dabei und wirbt dafür (taz.de).

My body my choice
Plakat einer Gegendemonstrantin

Neben den Abtreibungsgegnern, die sich auf der Demo gegen die Selbstbestimmung der Frau aussprechen, sind mindestens genauso viele Menschen da, die sich dafür einsetzen, dass das Recht auf Abtreibung bestehen bleibt.

Sie recken Plakate in die Höhe, die daran erinnern, dass jeder Mensch selbst entscheiden können sollte, was mit dem eigenen Körper passiert. 

"My body my choice", steht auf einem Poster, an anderer Stelle weht eine Regenbogenflagge im Wind:

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Auf Twitter bekommen die Gegendemonstranten viel Zuspruch. "Frauenrechte sind Menschrenrechte", schreibt dort eine Nutzerin. Eine andere schreibt über ihre Teilnahme an der Gegendemo: "Sinnvoller könnte ich meine Zeit kaum verbringen."


Art

Zwei Fotografinnen feiern den weiblichen Hintern – und es ist wunderschön

17.09.2017, 11:22 · Aktualisiert: 18.09.2017, 19:28

Er kann rund sein, er kann flach sein. Er kann schlaff sein, er kann knackig sein, er kann haarig sein oder samtweich. Das Einzige, was feststeht, ist: Wir haben alle einen.

Die Rede ist von unseren Hintern. Einem Körperteil, mit dem trotzdem viele Menschen hadern – besonders Frauen.

Um das zu ändern, haben zwei kanadische Fotografinnen ein Fotoprojekt begonnen: Emilie Mercier und Frederique Marseille aus dem kanadischen Montreal, seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Ihre Arbeit nennen sie 1001fesses, also: 1001 Pobacken. Und genau darum geht es: Schon 250 Hintern haben sie fotografiert, von Frauen in allen möglichen Formen und Altersstufen.