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26.10.2016, 16:27 · Aktualisiert: 26.10.2016, 17:53

Wunderkind, Poltergeist, Kindergarten, Weltschmerz: Es gibt deutsche Wörter, die sind so hübsch, dass sie Amerikaner in ihren Sprachgebrauch übernommen haben. Es gibt aber auch Begriffe, auf deren Export wir lieber verzichtet hätten. "Lügenpresse" ist so ein Wort.

Den Begriff kann man seit zwei Jahren auf Schildern von Pegida-Demonstranten lesen – tatsächlich diente er aber schon im ersten Weltkrieg und später im Nationalsozialismus zur Diffamierung unabhängiger Medien. Nun erreicht der Ausdruck auch den US-Wahlkampf.

Ein Twitter-Video von Samstag zeigt zwei Unterstützer des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, die Journalisten als "Lügenpresse" beschimpfen. Sie werfen ihnen vor, mit Clinton unter einer Decke zu stecken, ja, sogar von ihr bezahlt zu werden:

Der Reizbegriff ist aber auch in den USA nicht ganz neu. Die rechtskonservative Alt-Right-Bewegung nutzt "Lugenpresse" schon seit einem Jahr. Richtig bekannt wurde das Kampfwort wohl, als die rechtskonservative US-Nachrichtenseite Breitbart den Pegida-Anführer Lutz Bachmann portraitierte. Im Artikel wird Lügenpresse so erklärt: Pegida nutzt ihn für Medien, "die daran scheitern, akkurat über Pegida, den Islam und Einwanderung nach Europa und in die USA zu berichten".

Diesen Blick haben die Trump-Anhänger wohl angenommen. Ihr Vorwurf: die Wahlkampf-Berichterstattung in den USA sei nicht neutral.

Was Donald Trump selbst von Journalisten hält, äußerte er schon im Vorwahlkampf. Damals sagte er bei einer Rede: "Journalisten sind die niedrigste Form des menschlichen Lebens".

Welche Ziele haben Donald Trump und Hillary Clinton? Hier ein Überblick:

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Die US-Wahl auf bento: Am 8. November fällt die Entscheidung, ob künftig Donald Trump oder Hillary Clinton das mächtigste Land der Welt regiert. Hier sind alle Beiträge


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Wetten, du bist dir nicht sicher, ob auf dem folgenden Foto Bill Murray oder Tom Hanks ist?

26.10.2016, 16:05 · Aktualisiert: 26.10.2016, 16:29

Erinnert sich noch jemand an "The Dress"? Dieses Kleid, bei dem keiner wusste, ob es weiß-gold oder schwarz-blau ist? Solche Verwirrung geht auch mit Menschen. Mit Menschen, deren Gesichter eigentlich jeder kennt.

Tom Hanks und Bill Murray zum Beispiel.

Im Mai 2013 postete eine Facebook-Nutzerin ein Foto, dass Bill Murray in Schottland zeigen soll. Das Kind der Nutzerin weint, Bill Murray heult mit. Doch viele sind sich unsicher, in den Kommentaren fragen sie: Ist das nicht eigentlich Tom Hanks?

Obwohl das Foto schon drei Jahre alt ist, teilt es sich derzeit wieder – und immer noch rätseln alle: