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Gerechtigkeit

Gut so: Islamfeindliche Legida lässt das Marschieren sein

10.01.2017, 11:09

Bei der islamfeindlichen Protestbewegung Legida läuft's nicht mehr. Die Organisatoren wollen künftig keine regelmäßigen Großdemonstrationen mehr in Leipzig veranstalten. Das sagte Mitorganisator Arndt Hohnstädter der "Leipziger Volkszeitung".

Legida war ein Ableger des fremdenfeindlichen Bündnisses Pegida aus Dresden, ähnlich wie auch die Ableger Thügida in Ostthüringen und Bärgida in Berlin. Hohnstädter sagt: "Wir haben uns als Legida wirklich bemüht, mit Dresden und Chemnitz eine Struktur aufzubauen. Leider ist uns das bis heute nicht geglückt." Legida gibt damit nach fast genau zwei Jahren auf – die erste Demo fand am 12. Januar 2015 statt.

Wie erfolgreich war Legida?

Zur ersten Kundgebung waren laut MDR bis zu 3000 Personen gekommen. Zur vorerst letzten Demo am Montag kamen rund 400 Anhänger. Teilnehmer der gleichzeitigen Gegendemo: Etwa 1700 Personen. ("Der Tagesspiegel")

Ist der Spuk damit vorbei?

Nein. Die Bewegung bleibt laut Hohnstädter aktiv und werde künftig kleinere Veranstaltungen organisieren. Geplant seien unter anderem Bürgerforen und ein Kabarett. Auch im Netz will Legida weiter aktiv bleiben.

Wie steht es eigentlich um die Mutterorga Pegida?

Auch nicht so gut. In den vergangenen zwei Jahren ging die Teilnehmerzahl immer weiter zurück. Hier erfährst du mehr:


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Roman Herzog ist tot. Diese drei Zitate gelten immer noch

10.01.2017, 10:52

Wir hätten mehr auf ihn hören sollen

Altbundespräsident Roman Herzog ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren, das bestätigte das Bundespräsidialamt in Berlin.

Herzog war von 1994 bis 1999 deutsches Staatsoberhaupt, derzeit hat Joachim Gauck das Amt inne. "Er war eine markante Persönlichkeit, die das Selbstverständnis Deutschlands und das Miteinander in unserer Gesellschaft geprägt und gestaltet hat", würdigte Gauck seinen Vorgänger.

Die meisten von uns waren zu Herzogs Amtszeit im Kindergarten oder in der Schule. Was Herzog sagte, betraf uns trotzdem.