Bild: Disney

06.06.2018, 16:50 · Aktualisiert: 06.06.2018, 17:20

"Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid."

Das Weltall ist unendlich groß – und bietet unendlich vielen Persönlichkeiten Platz. Es ist egal, ob du dick oder dünn bist, Frau oder Mann, Mensch oder Roboter. Jeder hat hier die Chance, sich zu verwirklichen.

Das ist auch der Kern erfolgreicher Fantasieserien wie "Star Trek" und "Star Wars". Und echte Fans wissen – und lieben – genau das.

Nun haben angebliche "Star Wars"-Anhänger allerdings die Schauspielerin Kelly Marie Tran so lange gemobbt, bis sie sich gezwungen sah, alle Bilder ihres Instagram-Accounts zu löschen.

Kelly Marie Tran spielt in der jüngsten "Star Wars"-Episode "Die letzten Jedi" die mutige Ingenieurin Rose Tico. Und ist für das Weltraum-Epos eine große Bereicherung:

  • Über lange Jahre waren Männer die Tonangeber, Frauen spielten eher eine untergeordnete Rolle. (bento)
  • Außerdem wurde die Vielfalt im Weltall zunächst eher durch Roboter und Aliens dargestellt – weniger aber durch asiatische oder schwarze Darsteller.

Mit Kelly Marie Tran hat sich das geändert: Als Asiatin und Frau setzt sie in "Star Wars" ein wichtiges Zeichen für Vielfalt.

Genau dafür wurde sie angegangen. Trolle mobbten sie für ihre Herkunft, ihr Geschlecht und ihr Aussehen. Auch ihr Charakter Rose wurde angegangen. Von einer Mechanikerin stieg sie imm Film schnell zur Pilotin auf, widersetzte sich Anweisungen – und erinnert in ihren besten Momenten an den rebellischen Han Solo.

Tran löschte schließlich alle Bilder – und damit alle Kommentare – und schrieb nur noch den Satz "Verängstigt, aber ich ziehe es trotzdem durch" in die Bio:

Regisseur Rian Johnson, der mit Tran in "Die letzten Jedi" zusammenarbeitete, zeigte sich empört. Nur wenige "ungesunde Menschen" würden reichen, um im Netz für miese Stimmung zu sorgen, twitterte er. Wer etwas nicht mag, könne das mit Humor rüberbringen – aber nicht mit Hass.

Als ihn dann angebliche Fans daraufhin ansprachen, dass er Kritiker als Trolle abstemple, legte Johnson nach:

"Mit diesem geheuchelten Bullshit bin ich fertig. Ihr wisst ganz genau, was der Unterschied dazwischen ist, einen Film nicht zu mögen und einer Frau mit so viel Hass zu begegnen, dass sie sich aus sozialen Netzwerken zurückziehen muss. Und wir wissen, um welchen der beiden Punkte es hier geht."

Gerechtigkeit

Ist das ein Talkshow-Titel oder stammt es aus einer rechten Zeitung?

06.06.2018, 16:20 · Aktualisiert: 07.06.2018, 10:17

Deutschland steht angeblich kurz vor dem Untergang. Zumindest, wenn man einigen Machern von Talkshows glaubt. Von "Hart aber fair" bis "Maischberger" geht es gefühlt meist um: Flüchtlinge, Terror-Angst und die schleichende Islamisierung. 

Am Montag lud auch Moderator Frank Plasberg bei "Hart aber fair" zu einem plakativen Thema: "Flüchtlinge und Kriminalität – Die Diskussion!" Im Netz war das vielen zu viel des Guten. Unter dem Hashtag #AlternativeFürPlasberg schlugen sie vor, womit sich die Talkshow eher mal beschäftigen sollte: