Bild: imago/ Matthias Oesterle

Gerechtigkeit

#hablamos: Spanier und Katalanen fordern von ihren Regierungen den Dialog

07.10.2017, 17:15

Ganz in weiß gekleidet, mit weißen Luftballons und weißen Schildern in den Händen fordern sie, was in Spanien im Moment unmöglich scheint: Gespräche. 

Um weder Spanien noch Katalonien zu repräsentieren, plädieren die Demonstranten mit weiß bemalten Händen, weißen Schildern, weißer Kleidung für Einheit. "Redet oder tretet zurück", fordern sie von ihren Regierungschefs. "Parlem!" – Sprecht – steht auf ihren Plakaten, "Diálogo!" – Dialoge! – oder "Paz"– Frieden. 

Diese Bilder zeigten Twitter-User unter dem Hashtag #hablamos: 

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Spaniens Bürger sind in mehreren Städten zu Tausenden auf die Straße gegangen. Auch in Barcelona haben sich auf der Plaza Sant Jaume laut der spanischen Polizei Guàrdia Urbana etwa 5.500 Demonstranten versammelt. (La Vanguardia

Seit in Katalonien am 1. Oktober in einem umstrittenen Referendum über die Unabhängigkeit der Region abgestimmt wurde, wird die Situation im Land von Tag zu Tag angespannter – keine der beiden Seiten scheint sich der anderen nähern zu wollen. Das wird auch dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und dem Katalanen Carles Puigdemont vorgeworfen: Sie hätten die Eskalation vorangetrieben (Spiegel).

Das galt auch für den Moment, in dem die spanische Polizei am Tag des Referendums gewaltsam gegen die Abstimmenden vorgegangen ist und Wahllokale gestürmt hat. (bento

Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten zum Referendum:

Der Chef der katalanischen Regionalregierung Carles Puigdemont bittet Europa derzeit zwar um internationale Vermittlung, Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy verweigert aber nach wie vor jede Art von Gesprächen über die Unabhängigkeit Kataloniens. Über Illegales, sagt er, verhandle er nicht. (Tagesanzeiger

Wenn Kataloniens Regierung womöglich bald die Unabhängigkeit ausruft, könnte das zum Eklat führen. 

Die Demonstranten haben die Generalitat, Kataloniens Regierung, dazu aufgefordert, diese Provokation nicht auszusprechen und sich stattdessen mir Rajoy und seinem Team an einen Tisch zu setzen. "Macht eure Arbeit!" riefen sie. (La Vanguardia)

(Bild: imago/ Alberto Estevez)

Auch in Madrid protestieren am Rathaus tausende Menschen in weiß. Doch nur wenige hundert Meter entfernt gab es eine zweite Demonstration: Spanier protestieren gegen Katalonien und fordern die Region dazu auf, sich an die Verfassung zu halten. (Die Zeit) Es zeigt, wie gespalten das Land in der Katalonien-Frage ist. 

Am 1. Oktober hatten 90 Prozent der Wähler dafür gestimmt, dass Katalonien ein von Spanien unabhängiger Staat wird. Unsicher ist allerdings, ob das tatsächlich die vorherrschende Meinung in der wirtschaftlich starken Region widerspiegelt: Nur 43 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Stimme abgegeben. 


Gerechtigkeit

Dieses schwedische Model wird bedroht – weil sie ihre Beine nicht rasiert

07.10.2017, 16:07 · Aktualisiert: 07.10.2017, 17:20

Arvida Byström ist 26. Sie hat hellblondes Haar und ein ebenmäßiges Gesicht, sie ist groß und sie ist schlank. Die Schwedin entspricht also so ziemlich jedem Schönheitsideal der westlichen Welt. Mit einer Ausnahme: Arvida hat keine Lust, sich zu rasieren. Ihre Unterschenkel ziert deshalb ein kleiner Pelz.

Diese paar Haare sind der Grund, warum sie nun in den sozialen Netzwerken bösartigen Angriffen ausgesetzt ist.