Bild: Richard Drew/AP/dpa

09.07.2018, 17:14 · Aktualisiert: 09.07.2018, 17:27

Die 3 wichtigsten Antworten

Seit Jahren schwelt der anstehende Brexit in der europäischen Politik. Der Austritt Großbritanniens aus der EU wird kommen – doch der Prozess zieht sich hin.

Nicht nur Zeit geht dabei drauf, sondern auch so manche politische Karriere. Einige Köpfe sind bereits gerollt, nun hat Premierministerin Theresa May den Rücktritt Boris Johnsons als Außenminister akzeptiert – quasi den Vater des Brexits.

Was ist passiert?

Vor fast genau zwei Jahren stimmte die Mehrheit der britischen Wählerinnen und Wähler für einen Austritt aus der EU. Das Ergebnis schockierte damals viele Menschen (bento). So auch die kurz darauf ins Amt gewählte Premierministerin Theresa May.

Sie hatte kurz zuvor noch gesagt, sie sei für einen Verbleib in der EU. Wenig später musste sie sich in ihrem Amt mit Austrittsstrategien beschäftigen. Das tut sie bis heute.

Wenn also schon das Thema keine Ruhe lässt, dann wenigstens einige Quälgeister weniger: Am Montag hat die britische Regierung den Rücktritt Boris Johnsons akzeptiert; von dem Mann, der 2016 die Kampagne für den Austritt aus der EU angeführt hatte.

Am Sonntag noch gab es zwei Rücktritte. Sowohl Mays Brexit-Minister David Davis als auch sein Stellvertreter Steve Baker haben gekündigt. Und das, nachdem die Regierung gerade erst zwei Tage vorher einen gemeinsamen Brexit-Plan erarbeitet hatte. Beide waren mit diesem Plan unzufrieden. Auch Johnson hatte ihn kritisiert. (Tagesschau)

Wie reagieren die Menschen auf den Abgang von Johnson?

Boris Johnson ist in Großbritannien nicht besonders beliebt (YouGov). Auf Twitter finden sich überwiegend scharfe Töne gegen den ehemaligen Außenminister. Viele freuen sich über seinen Rücktritt. Einige bereuen sogar, dass er so leicht davonkommt:

EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb, die politischen Probleme ließen sich nicht lösen, nur weil zwei Schlüsselfiguren nun nicht mehr involviert seien:

Labour-Parteichef Jeremy Corbyn hatte in einem Tweet am Sonntagabend geschrieben, dass die Rücktritte der Brexit-Minister auch ein Symbol für die schwache Position von Theresa May seien:

Wie geht es jetzt weiter?

Der Plan, den May am Freitag gegen den Widerstand einiger ihrer Kabinettsmitglieder durchgedrückt hatte, sieht unter anderem eine Freihandelszone mit der EU vor. Für Brexit-Hardliner ein No-Go.

Brexit-Minister Davis hatte die Pläne wegen ihrer "schwachen Verhandlungsbasis" gegenüber der EU kritisiert. Boris Johnson hatte sie schlicht "Mist" genannt. Nun sind beide zwar nicht mehr involviert, doch die Fronten innerhalb von Mays Regierung bleiben hart.

In neun Monaten soll Großbritannien die EU verlassen.


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