Bild: Unsplash/John Silliman

27.11.2017, 17:26 · Aktualisiert: 27.11.2017, 20:57

Ein Schock für Aktivisten und Umweltschützer: Die EU-Kommission hat heute einer Verlängerung der Lizenz des umstrittenen Pestizids Glyphosat zugestimmt. Für mindestens fünf weitere Jahre darf das Gift nun in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden.

18 Länder stimmten dafür, neun dagegen, ein Land enthielt sich. Unter den "Ja"-Stimmen war auch Deutschland. (SPIEGEL ONLINE)

Zuvor hatten 1,3 Millionen Europäer bei einer Unterschriftenaktion des Umweltschutzbundes "BUND" gegen eine Verlängerung gestimmt. Der grüne Europa-Abgeordnete Sven Giegold nannte den Schritt einen "Schlag ins Gesicht von Umwelt und Verbrauchern".

Warum ist das ein Problem?

Glyphosat tötet alle Pflanzen, die mit ihm in Kontakt kommen – nur spezielle, genetisch veränderte Pflanzen, überstehen diese Behandlung. Das Mittel wird von vielen für das starke Insektensterben der letzten Jahre mitverantwortlich gemacht. Es ist heute das am meisten genutzte Unkrautvernichtungsmittel der Welt.

Das Gift, dass im Handel vor allem als "Roundup" vertrieben wird, ist stark umstritten. Manche Forscher vermuten, dass Glyphosat krebserregend sein könnte. Andere widersprechen dem. Kritiker vermuten, dass die Hersteller des Mittels die wohlwollenden Studien finanzieren. (Tagesspiegel)

Erst im März 2017 waren interne E-Mails der Firma Monsanto aufgetaucht, die bewusste Fälschungen von Studienergebnissen nahelegen. (Süddeutsche Zeitung)

Warum stimmte Deutschland dann dafür?

Die deutsche Zustimmung zur Verlängerung ist eine Überraschung. Umweltministerin Barbara Hendricks warf Landwirtschaftsminister Christian Schmidt vor, sich bei der Abstimmung nicht an Absprachen gehalten zu haben. Die SPD spricht von "Vertrauensbruch." Sie hatte nach eigener Aussage gegen die Verlängerung gestimmt.

Eigentlich hätte sich die deutsche Regierung bei der Abstimmung demnach heute enthalten sollen. (SPIEGEL ONLINE)


Grün

Wie gut kennst du unser Sonnensystem?

27.11.2017, 17:16

Zeig was du kannst, Erdling!

Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren hat die Entstehung unseres Solarsystems begonnen. Aus einem Nebel aus Staub und Gas entwickelten sich die Himmelskörper, und irgendwann kamst auch du hinzu. 

In deiner näheren Umgebung magst du dich auskennen. Ein paar weiter entfernte Orte auf der Erde hast du vielleicht ebenfalls besucht. Aber wie stehen die Sterne, wenn es um deine Kenntnisse über Sonne, Mond und Planeten geht? 

Mit diesem Quiz kannst du checken, wie astronomisch dein Wissensschatz ist.