Gerechtigkeit

G20: Polizei-Einheiten weigerten sich, bei Krawallen auf der Schanze einzugreifen

15.07.2017, 14:29 · Aktualisiert: 15.07.2017, 16:01

Gerade einmal eine Woche ist es her, da kreisten unablässig Hubschrauber über Hamburg, Autos brannten, auf den Straßen wurde randaliert und Geschäfte wurden geplündert. 

Und alles wegen G20, dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Seither hagelt es Kritik von allen Seiten: An Kanzlerin Angela Merkel und Bürgermeister Olaf Scholz (SPIEGEL ONLINE), an der politischen Linken (Tagesspiegel), an den Randalierern (bento) und an der Polizei.

Eine Frage, die sich viele stellten: 

Warum konnten die Randalierer am Freitag so lange auf der Schanze wüten? 

In einem Interview mit dem SPIEGEL sagt Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyeres habe unter anderem einzelne Einheiten gegeben, die sich weigerten, vorzurücken – unter anderem, weil der Verfassungsschutz Hinweise gegeben hätte, die Beamten würden mit Molotowcocktails angegriffen. Eine Einheit aus Bayern habe sogar das bayerische Innenministerium eingeschaltet. Die Polizei habe Angst gehabt, in eine Falle gelockt zu werden. 

Egal, ob diese Angst berechtigt war oder nicht – der Eindruck, dass die Lage für einige Zeit außer Kontrolle geraten ist, verstärkt sich um so mehr. 

Trotzdem: Er würde nicht sagen, dass man nie wieder einen Gipfel in so einer Stadt durchführen dürfe, sagt Meyer. Man müsse nur aus den Erfahrungen lernen.

Was genau das sein soll, wird sich allerdings vermutlich erst zeigen, wenn der G20-Gipfel in Hamburg in all seinen Absurditäten aufgearbeitet wurde. 


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